Neuerungen in ArcGIS Drone2Map 2026.1
Im Folgenden werden einige der neuen Funktionen von ArcGIS Drone2Map 2026.1 beschrieben.
Verbesserungen der Verarbeitung
Die neuesten Verbesserungen in der Verarbeitungs-Engine von Drone2Map bieten eine deutliche Reduzierung der Schnellverarbeitungszeiten durch die Einführung der neuen Option "Schnell" für die Punktwolkendichte. Dies ermöglicht schnellere Ergebnisse bei zeitkritischen Projekten wie Katastrophenhilfe, Notfallinspektionen und Bauphasenmanagement.
Gaussian-Splatting-Produkte bieten jetzt schnellere Verarbeitungszeiten für die Arbeit mit großen Datasets. Kleine Details von Objekten und Flächen mit komplexen Texturen werden bei Verwendung der Einstellungen "Ultra" oder "Hoch" für die Punktwolkendichte besser dargestellt.

Die Option "Bilder ausgleichen" kann jetzt in zwei verschiedenen Modi konfiguriert werden: "Standard" oder "Anspruchsvoll". Durch die Kompensation von Bildern mit geringem Kontrast, geringer Textur, geringen künstlichen Features und großen Vegetationsflächen unterstützt der neue Modus "Anspruchsvoll" die Kalibrierung mehrerer Bilder und trägt zur Verbesserung der Gesamtqualität von Ausgleichungen bei. Der Modus "Standard" eignet sich für die meisten Bilddaten und Motive, während der Modus "Anspruchsvoll" für Drohnenbilder gedacht ist, die über homogenen Flächen wie dichter Vegetation oder Gewässern aufgenommen werden.
Es wurde zusätzliche Unterstützung für einige der neuen DJI-Wärmebildkamera-Plattformen hinzugefügt. Die folgenden Kameras können jetzt innerhalb von Drone2Map zur Verarbeitung von thermischen Bilddaten zu thermischen True-Orthos verwendet werden: Dock 3, Zenmuse H30, Zenmuse XT S, Matrice 4.
Verbesserungen der 3D-Messung
Das Werkzeug "Vertikal messen" ist jetzt zur Verwendung in 3D-Karten verfügbar. Dieses Werkzeug ermöglicht es Ihnen, die Höhe eines Objekts oder den vertikalen Abstand zwischen zwei Positionen zu messen. Es kann bei der Durchführung von Inspektionen in 3D oder bei der Visualisierung von Höhenunterschieden von geclusterten Features nützlich sein.

Erweiterte Unterstützung für Ausgabeprodukte
Projekte können nun als Oriented Imagery-Layer in ArcGIS Online oder ArcGIS Enterprise freigegeben werden. Diese können mit einem 3D-Mesh oder Gaussian-Splatting-Layer innerhalb einer Webszene kombiniert werden, wodurch ein äußerst detaillierter 3D-Inspektions-Workspace geschaffen wird. Bei der Freigabe von Oriented Imagery-Layern werden zusätzliche Optionen bereitgestellt, die eine weitere Anpassung ermöglichen.

Zusammengeführte TIF-Produkte können jetzt standardmäßig im für die Cloud optimierten GeoTIFF-Format (COG, Cloud Optimized GeoTIFF) generiert werden. In den Backstage-Anwendungseinstellungen wurde ein neues Dropdown-Menü hinzugefügt. Raster im COG-Format sind durch die Verwendung von interner Kachelung und Übersichten für den effizienten cloudbasierten Datenzugriff konzipiert.
Außerdem sind zwei neue Ausgabe-Raster-Formate für True-Ortho-, DSM-, DTM- und geschummerte Relief-Produkte verfügbar:
Meta Raster Format (MRF)
Cloud-Raster-Format (CRF)
Diese neuen Formate sind im Vergleich zu TIF-Ausgaben für die Cloud-Speicher- und Web Mapping-Performance optimiert. Dies ist besonders hilfreich bei der Arbeit mit sehr großen Datasets, bei denen Lade- und Navigationsvorgänge erheblich viel Zeit in Anspruch nehmen.
Lizenzierungsaktualisierung
ArcGIS Drone2Map 2026.1 wird von mehreren Lizenzstufen (Standard und Advanced) auf eine einzelne Reality-Mapping-Lizenz umgestellt. Diese neue Lizenz ermöglicht den Zugriff auf ArcGIS Drone2Map und alle zugehörigen Funktionen. Bei dieser Umstellung werden für Nutzende mit Standard-Lizenzen im Rahmen der neuen Reality Mapping-Lizenz alle Drone2Map Advanced-Funktionen freigeschaltet.
Wenn Ihnen der Benutzertyp "Professional" oder "Professional Plus" zugewiesen wurde, entfällt die Beschränkung auf 300 Gigapixel für Drone2Map-Projekte, sodass große Datasets verarbeitet werden können, ohne dass diese in Teilprojekte aufgeteilt werden müssen.

Diese Änderung hat keine Auswirkungen auf Projekte, Daten oder Workflows. Nutzende können weiterhin wie gewohnt arbeiten und erhalten Zugriff auf weitere Funktionen, sobald die neue Lizenz zugewiesen wurde.
Neben den Drone2Map-Funktionen beinhaltet die Reality-Mapping-Lizenz auch den Zugriff auf ArcGIS Reality for ArcGIS Pro, eine Erweiterung für ArcGIS Pro, mit der Nutzende Reality-Mapping-Workflows unter Verwendung von Drohnen- und Satellitenbildern sowie Luftbilddaten durchführen können. Diese ArcGIS Reality for ArcGIS Pro-Funktionen stehen nur Nutzenden mit den Benutzertypen "Professional" oder "Professional Plus" zur Verfügung.
Die Drone2Map-Lizenztypen "Standard" und "Advanced" werden bei der Verlängerung jeweils unterschiedlich gehandhabt.
Verbesserungen der Passpunkte
Die Performance der automatischen Erkennung von Verknüpfungen wurde unter Beibehaltung einer hohen Genauigkeit um mehr als 30 % gesteigert. Die dadurch gewonnene Zeitersparnis ist bei umfangreichen Projekten mit einer hohen Anzahl von zu erkennenden Bodenpasspunkten am größten.
Der Importvorgang für Bodenpasspunkte, für die ein geographisches Koordinatensystem verwendet wird, wurde aktualisiert, sodass nun ein beliebiges Projektkoordinatensystem angegeben werden kann, anstatt dass als Standardeinstellung automatisch die nächstgelegene UTM-Zone verwendet wird. Dies spart Zeit, da die Reprojektion der Produkte entfällt. Sollte eine Transformation erforderlich sein, kann diese nun ebenfalls innerhalb desselben Abschnitts angewendet werden.

Zusätzliche Funktionen für die Projektverwaltung
Lesezeichen werden nun von Drone2Map unterstützt und ermöglichen die Erstellung von Kurzübersichten für Karten in verschiedenen Maßstäben und Ausrichtungen. Sie können mit Beschriftungen konfiguriert werden, und in den zugehörigen Beschreibungen können Hyperlinks gespeichert werden. Alle in Drone2Map erstellten Lesezeichen werden bei Verwendung der Funktion "In ArcGIS Pro öffnen" in ArcGIS Pro übernommen.

Für Projekte wurde die Möglichkeit zum Wiederherstellen von gesicherten Produkten hinzugefügt. Diese Optionen ermöglichen es Ihnen, den ursprünglichen Zustand von Ausgabeprodukten wiederherzustellen. Wenn mehr als eine Sicherung vorhanden ist, wird das ursprüngliche Produkt für das Projekt wiederhergestellt. Bei Workflows mit erneuter Verarbeitung tragen diese Optionen zur Stabilität bei, da Projekte nicht neu erstellt werden müssen.

Verbesserte Unterstützung von Produkten
In Drone2Map 2026.1 wird eine neue Hilfe-Registerkarte eingeführt, über die Sie einfachen Zugriff auf Dokumentationen, Performance-Werkzeuge und den Produkt-Support erhalten.

Die Funktionen der Offline-Dokumentation wurden aktualisiert – die neue Anwendung "ArcGIS Documentation Center" wurde eingeführt. Mit dieser Anwendung können Sie die aktuelle Hilfe-Dokumentation herunterladen und offline als Referenz verwenden, sie jedoch weiterhin in derselben Bedienoberfläche wie im Web anzeigen. Ältere Versionen der Hilfe-Dokumentation sowie verschiedene unterstützte Sprachen können ebenfalls in ArcGIS Documentation Center heruntergeladen werden, sodass Sie bequem an einem Ort auf diese zugreifen können.

KI-Assistent
Ein neuer KI-Assistent für Drone2Map wird im Rahmen eines Beta-Programms der Early Adopter Community getestet. Der Assistent ermöglicht Ihnen die schnelle Abfrage der Dokumentation sowie die Automatisierung verschiedener Workflows innerhalb eines Projekts. Weitere Informationen zu dieser Beta-Funktion finden Sie unter: KI-Assistent (Beta) für ArcGIS Drone2Map
