Neuerungen in ArcGIS Reality Studio 2026.1
Mit Reality Studio 2026.1 werden neue Funktionen für die Cloud-Verarbeitung eingeführt, die Qualität und Verarbeitungsgeschwindigkeit von Ergebnissen verbessert und die Unterstützung von Bearbeitungs-Workflows erweitert. Eine überarbeitete und stabilere Bedienoberfläche sorgt außerdem für produktiveres Arbeiten.
Skalierbarkeit in der Cloud
Dank der erweiterten Unterstützung für die Cloud-Verarbeitung können Sie die Produktion bedarfsgerecht skalieren, den Bedarf an Hardware-Infrastruktur decken und nahtlos sowie sicher mit verteilten Teams zusammenarbeiten.
Speichern Sie alle Eingabedaten in Objektspeichern, und importieren Sie sie in Ihr Projekt. Skalieren Sie die Produktion mithilfe einer Cloud-Infrastruktur, indem Sie einen Workspace in einem Objektspeicher erstellen und virtuelle Computer für die Beteiligung an diesem bereitstellen. Für die Nutzung von Cloud-Ressourcen müssen Sie den Zugriff auf die Eingabedaten und den Workspace über .acs-Cloud-Speicher-Verbindungsdateien konfigurieren.
Verarbeitung auf Linux-Instanzen
Die Befehlszeilenschnittstelle des ArcGIS Reality Studio-Knotens ist jetzt für Linux-Betriebssysteme verfügbar. Verwenden Sie Linux-Instanzen zur Verarbeitung von Projekten, deren Eingabedaten in der Cloud gespeichert sind. Erstellen Sie Ihre Projekte in der grafischen Bedienoberfläche von Windows, und verbinden Sie die Linux-Instanzen mit dem entsprechenden Workspace.
ArcGIS Reality Studio unterstützt gemischte Verarbeitungs-Cluster, d. h. Aufträge können gleichzeitig auf Linux- und Windows-Knoten verarbeitet werden Dies bietet eine hohe Vielseitigkeit und Flexibilität für verschiedenste Bereitstellungsumgebungen.
Weitere Informationen zur Verarbeitung unter Linux
Verbesserte Qualität für Gaussian-Splatting
Die Qualität der Gaussian-Splatting-Ergebnisse wurde verbessert, insbesondere im Hinblick auf die Visualisierung dünner Strukturen, häufige Texturen und die dimensionale Genauigkeit. Sie können jetzt in 3D-Szenen effizienter mit Gaussian-Splatting interagieren, selbst bei sehr großen Datasets, die ganze Städte umfassen.
Schnellere Ergebnisse
Erstellen Sie Ihre räumlichen Produkte schneller, indem Sie eine neue Qualitätsstufe nutzen, Ausrichtungsergebnisse wiederverwenden und den Schritt zur Fertigstellung parallelisieren.
Qualitätsstufen für die Rekonstruktion
Eine neue Option für eine schnelle Qualitätsstufe bei Rekonstruktionen generiert Ergebnisse in einem Bruchteil der üblichen Zeit und ermöglicht Ihnen so eine schnelle Vorschau Ihrer räumlichen Ausgaben. Diese Einstellung ist aktiviert, wenn die als Eingabe verwendeten Erfassungssitzungen zuvor in ArcGIS Reality Studio ausgerichtet wurden. Der Workflow erzeugt True-Orthomosaike sowie digitale Oberflächenmodelle, was eine schnelle Datenvalidierung, eine Situationsbeurteilung zur raschen Maßnahmenergreifung sowie eine effiziente Vorbereitung auf Produktions-Workflows in voller Qualität ermöglicht.

Verbesserungen bei der Rekonstruktionsverarbeitung
Gelangen Sie mit diesen beiden Verbesserungen schneller zu Ihren endgültigen Ergebnissen:
Bei Rekonstruktionen mit ausgerichteten Erfassungssitzungen als Eingabe wird die Phase der Rekonstruktionsanalyse schneller abgeschlossen, der gesamte Verarbeitungs-Cluster ist also schneller an der Verarbeitung beteiligt.
Die Phase der Rekonstruktionsfertigstellung wird parallelisiert, wenn mehrere Produkte angefordert werden. Dadurch können Sie schneller mit den einzelnen Produktergebnissen interagieren, und die Verarbeitungszeit wird reduziert.
Erweiterte Qualitätssicherungs-Workflows
Die Qualitätssicherungs-Workflows wurden durch das Importieren externer Daten und die erweiterte Importoption für Gewässergeometrien verbessert.
Importieren externer Daten
Sie können jetzt Raster-Daten, Meshes und Gaussian-Splatting in ArcGIS Reality Studio importieren. Nutzen Sie diese Daten, um Ihre Reality-Mapping-Workflows mit einem besseren geometrischen und texturierten Kontext zu unterstützen.
Nachfolgend werden einige Anwendungen aufgeführt:
Externe Daten können als visueller Kontext oder Höhendaten verwendet werden, um die Erstellung von Gewässergeometrien für das nächste Projekt anzuleiten.
Sobald die Ergebnisse verfügbar sind, können mehrere Benutzer diese überprüfen und gleichzeitig Gewässer- sowie Korrekturgeometrien und Geometrien der Qualitätskontrolle erstellen. Importieren Sie diese Geometrien, und führen Sie sie mit dem ursprünglichen Projekt zusammen, um Ihre Ergebnisse zu verbessern.
Trennung von groben und genauen Gewässergeometrien
Sie können jetzt sowohl grobe als auch genaue Gewässergeometrietypen im Rahmen der Rekonstruktionsverarbeitung innerhalb derselben Iteration parallel verwenden. Um den Digitalisierungsaufwand zu minimieren, können Sie zunächst ein grobes Gewässer angeben und anschließend bei Bedarf genaue Geometrien hinzufügen, um verbleibende Artefakte zu beheben.
Verbesserungen der Bedienoberfläche
Verbesserungen beim Werkzeug "Bildmessung", bei der Projektbaumstruktur und beim Bereichsdesign ermöglichen eine schnellere und intuitivere Benutzerinteraktion.
Werkzeug "Bildmessung"
Das Werkzeug "Bildmessung" bietet jetzt effizientere und intuitivere Funktionen.
Zusätzlich zum bestehenden tabellenbasierten Ansatz können Sie nun mit Passpunkten interagieren und diese direkt auf der Karte verwalten, indem Sie wie folgt vorgehen:
Wählen Sie einen Punkt auf der Karte aus, um den Prozess der Bildmessung zu starten.
Ändern Sie die Rolle des ausgewählten Punktes oder erstellen Sie einen neuen manuellen Verknüpfungspunkt über das neue Kontextmenü.
Filtern Sie die Visualisierung von Passpunkten nach Rolle und Status der Bildmessung oder blenden Sie Punktbeschriftungen ein bzw. aus.
Weitere Informationen zum Verwenden des Werkzeugs "Bildmessung"
Weitere Verbesserungen
Der neu gestaltete Projektbaum erleichtert die Navigation in komplexen Datasets. Alle Elemente werden in einer einzigen Ansicht vereint, d. h. Daten und Visualisierungssteuerelemente sind an einem Ort verfügbar, was eine schnellere Interaktion ermöglicht. Visuelle Richtlinien verbessern die Lesbarkeit in großen Projekten, und Sie können die Sichtbarkeit ganzer Gruppen bequem über das zugehörige Kontextmenü umschalten.
Die Bereiche für die Erfassungssitzung, Ausrichtung und Rekonstruktion wurden ebenfalls optimiert und verfügen nun über ein intuitiveres Layout, das den Fokus auf die wichtigsten Einstellungen legt, während erweiterte Optionen weiterhin leicht zugänglich sind.
Neue Offline- und Online-Hilfe
Die Hilfeinhalte zu Reality Studio sind nun auf das übergeordnete ArcGIS-Dokumentationssystem abgestimmt und in dieses integriert, wodurch eine einheitlichere Benutzererfahrung über alle Produkte hinweg gewährleistet wird.
Sowohl die Offline- als auch die Online-Hilfe weisen dieselbe Struktur, Navigation und Organisation von Inhalten auf.
Offline-Hilfe
Die Offline-Dokumentation für Reality Studio wird jetzt über das ArcGIS Documentation Center bereitgestellt, eine Anwendung in My Esri. Sie können ArcGIS Documentation Center separat installieren und die von Ihnen benötigten Dokumentationspakete herunterladen.
Diese Neuerung ermöglicht Ihnen Folgendes:
Zugreifen auf die Reality Studio-Hilfe lokal in Ihrem Browser bei gleichem Aussehen und Verhalten wie in der Online-Hilfe
Herunterladen mehrerer Produkte, Versionen und Sprachen über eine einzige Anwendung
Erhalten von Dokumentationsaktualisierungen innerhalb eines Veröffentlichungszyklus ohne Neuinstallation der Software
Aktualisierte Online-Hilfe
Das Online-Hilfesystem wurde ebenfalls verbessert und bietet Ihnen die folgenden Neuerungen:
Verbesserte Performance und Zuverlässigkeit dank global verteilter Infrastruktur
Einheitliche URL-Struktur, die auf andere ArcGIS-Produktdokumentationen abgestimmt ist
Angenehmeres Leseerlebnis durch Unterstützung von hellen und dunklen Designs