Geomorphon-Landformen
Lizenz:
Verfügbar mit Image Server
Das Werkzeug "Geomorphon-Landformen" berechnet das Geomorphon-Muster aller Zellen eines Eingabe-Oberflächen-Rasters und klassifiziert die Ergebnisse der Berechnung in allgemeine Landformtypen.
Die Ausgabe ist ein gehosteter Bilddaten-Layer.
Weitere Informationen zur Funktionsweise von "Geomorphon-Landformen"
Beispiele
Dieses Werkzeug umfasst die folgenden Anwendungsgebiete:
Ermitteln von Tälern zur Überprüfung der Position von Wasserläufen anhand eines Höhen-Rasters
Ermitteln der Position von Graten zum Zwecke des Zoning anhand eines Höhen-Rasters
Verwendungshinweise
Das Werkzeug Geomorphon-Landformen enthält Konfigurationen für Eingabe-Layer, Analyse-Einstellungen und Ergebnis-Layer.
Eingabe-Layer
Die Gruppe Eingabe-Layer enthält die folgenden Parameter:
- Eingabe-Oberflächen-Raster ist das Oberflächen-Raster, das für Berechnungen verwendet wird.
Analyseeinstellungen
Die Gruppe Analyseeinstellungen enthält die folgenden Parameter:
Entfernungseinheiten gibt die Entfernungseinheit an, die für die Parameter Suchentfernung und Entfernung zum Überspringen verwendet wird. Die Entfernung wird in der angegebenen Einheit oder Anzahl an Zellen gemessen. Die Standardeinstellung lautet Zellen.
Die verfügbaren Einheiten sind Meter, Zentimeter, Kilometer, Zoll, Fuß, Yard und Meilen.
Wird die Zellengröße nicht explizit über den Parameterwert angegeben, wird sie aus der Umgebung Zellengröße abgeleitet, falls diese angegeben wurde. Wenn der Parameter "Zellengröße" oder die Zellengröße der Umgebung nicht angegeben wurde, wird die Standardausgabezellengröße der Zellengröße des Eingabe-Oberflächen-Raster-Datasets verwendet.
Suchentfernung gibt die Entfernung ab der Zielzelle an, mit der der Radius des Bereichs definiert wird, der zur Identifizierung des Geomorphon-Musters verwendet wird.
Der Standardwert ist 10 Zellen. Verwenden Sie eine Suchentfernung, die dem Typ und der Größe der Landformen entspricht, die Sie klassifizieren möchten.
Kleinere Werte im Parameter Suchentfernung führen zu kleinen Analysebereichen, in denen große Landschafts-Features u. U. in kleinere Features unterteilt und entsprechend klassifiziert werden. Größere Werte des Parameters Suchentfernung führen zu einem großen Analysebereich, der u. U. mehr Informationen über das umgebende Terrain enthält und mit dem eine Zielzelle als Teil eines großen Landschafts-Features besser klassifiziert werden kann. Gleichzeitig werden bei einem großen Wert u. U. kleine Landschafts-Features weggelassen. Beispielsweise kann eine Zelle in einem kleinen Analysebereich (mit einer kleinen Suchentfernung) als Ebene klassifiziert werden, während sie in einem größeren Analysebereich (mit einer großen Suchentfernung) möglicherweise als Tal klassifiziert wird.
Entfernung zum Überspringen gibt die Entfernung ab der Zielzelle an, in der der Analysebereich beginnt. Benachbarte Zellen, die innerhalb dieser Entfernung liegen, werden übersprungen und fließen nicht in die Identifizierung des Geomorphon-Musters ein.
Die Klassifizierung jeder einzelnen Zelle wird festgelegt, indem die benachbarten Zellen innerhalb der Entfernung zum Überspringen vom Mittelpunkt der Zielzelle beurteilt werden.
Winkelgrenzwert gibt den Grenzwert (in Grad) an, unter dem die Zielzelle als Ebene klassifiziert wird. Der Parameter stellt den Unterschied zwischen den Sichtbarkeitslinienwinkeln dar, unter denen die sichtbare Umgebung als Ebene wahrgenommen wird.
Bei der Auswahl eines Wertes für den Winkelgrenzwert ist die Zellengröße des Parameterwertes "Eingabe-Oberflächen-Raster" zu berücksichtigen. Beispielsweise bedeutet ein Grenzwert von 1 Grad bei einem Eingabe-Raster mit großer Zellengröße mehrere Meter an Höhenunterschied. Ein großer Grenzwert führt dazu, dass mehr Bereiche als Ebene erkannt werden.
Z-Einheit gibt die lineare Einheit vertikaler Z-Werte an.
Sie wird durch ein vertikales Koordinatensystem definiert, sofern vorhanden. Falls kein vertikales Koordinatensystem vorhanden ist, müssen Sie die Z-Einheit mithilfe der Einheitenliste definieren, um eine korrekte geodätische Berechnung sicherzustellen. Die Standardeinstellung ist Meter. Die Optionen sind Zoll, Fuß, Yard, Meilen (US), Seemeilen, Millimeter, Dezimeter, Zentimeter, Meter und Kilometer.
Ergebnis-Layer
Die Gruppe Ergebnis-Layer enthält die folgenden Parameter:
Bei Name des Ausgabe-Landformen-Rasters handelt es sich um den Namen des Ausgabe-Rasters, das das Ergebnis der Landformklassifizierung enthält.
Der Name muss eindeutig sein. Wenn in der Organisation bereits ein Layer mit dem gleichen Namen vorhanden ist, tritt ein Fehler auf, und Sie werden aufgefordert, einen anderen Namen zu verwenden.
Optionale Layer enthält den Parameter Name des Ausgabe-Geomorphon-Rasters, bei dem es sich um den Namen des Ausgabe-Rasters handelt, das das Ergebnis der Geomorphon-Muster enthält.
Der Name muss eindeutig sein. Wenn in der Organisation bereits ein Layer mit dem gleichen Namen vorhanden ist, tritt ein Fehler auf, und Sie werden aufgefordert, einen anderen Namen zu verwenden.
In Ordner speichern gibt den Namen eines Ordners in Eigene Inhalte an, in dem das Ergebnis gespeichert wird.
Umgebungen
Umgebungseinstellungen für die Analyse sind zusätzliche Parameter, mit denen die Ergebnisse eines Werkzeugs beeinflusst werden können. Sie können über die Parametergruppe Umgebungseinstellungen auf die Umgebungseinstellungen des Werkzeugs für die Analyse zugreifen.
Dieses Werkzeug berücksichtigt die folgenden Analyseumgebungen:
-
Hinweis:
Die standardmäßige Verarbeitungsausdehnung für Raster-Analysewerkzeuge und Raster-Funktionen ist Anzeigeausdehnung. Dieser Standard unterscheidet sich von anderen Typen der Analyse.
Ausgabe
Bei Name des Ausgabe-Landformen-Rasters handelt es sich um ein Raster, das das Ergebnis der Geomorphon-Klassifizierung in 10 Landformtypen darstellt: Ebene, Gipfel, Grat, Schulter, Felssporn, Hang, Senke, Unterhang, Tal und Mulde.
NoData-Zellen im Eingabe-Oberflächen-Raster werden ignoriert, und diesen Zellen wird in der Ausgabe "NoData" zugewiesen.
Die Ausgabe ist ganzzahlig.
Bei Name des Ausgabe-Geomorphon-Rasters handelt es sich um ein Raster, das eine eindeutige Kennung des Geomorphon-Musters darstellt. Es dient zur Klassifizierung von Geomorphonen in Landformen anhand einer anderen Lookup-Tabelle.
NoData-Zellen im Eingabe-Oberflächen-Raster werden ignoriert, und diesen Zellen wird in der Ausgabe "NoData" zugewiesen.
Die Ausgabe ist ganzzahlig.
Anforderungen für die Verwendung
Für dieses Werkzeug werden der folgende Benutzertyp und die folgenden Konfigurationen benötigt:
Professional- oder Professional Plus-Benutzertyp
Publisher- oder Administratorrolle oder eine entsprechende benutzerdefinierte Rolle
ArcGIS Image Server mit Konfiguration für Raster-Analysen
Referenzen
- Jasiewicz, Juroslav and Tomasz F. Stepinski. 2013. Geomorphons - a pattern recognition approach to classification and mapping of landforms. Geomorphology Band 182, Januar 15, S. 147–56. https://doi.org/10.1016/j.geomorph.2012.11.005
Ressourcen
Weitere Informationen finden Sie in den folgenden Quellen:
Geomorphon Landforms in der ArcGIS REST API
Geomorphon-Landformen in ArcGIS Pro mit der Erweiterung "Spatial Analyst"