Optionen für Systemverzeichnisse
Bei der Bereitstellung einer ArcGIS Server-Site oder einer ArcGIS Enterprise-Basisbereitstellung müssen Sie den optimalen Speicherort für Ihre Systemverzeichnisse auswählen. Zu den Systemverzeichnissen gehören folgende:
Portal for ArcGIS-Inhaltsverzeichnis
ArcGIS Server-Konfigurationsspeicher
ArcGIS Server-Serververzeichnisse
Für welche Konfiguration Sie sich entscheiden, hängt von Ihrer Bereitstellungsumgebung ab.
Sowohl für lokale als auch für Cloud-Bereitstellungen können Sie lokale Ordner oder Netzwerkfreigaben für die Systemverzeichnisse verwenden. Lokale Ordner sollten Sie verwenden, wenn die entsprechende ArcGIS Enterprise-Komponente auf einem einzelnen Computer konfiguriert wurde. Netzwerkfreigaben sollten Sie verwenden, wenn die entsprechende Komponente auf mehreren Computern konfiguriert wurde, z. B. in einem Portal mit hoher Verfügbarkeit oder in einer ArcGIS Server-Site mit mehreren Computern.
Ändern eines Systemverzeichnisses
Für das Portal-Inhaltsverzeichnis können Sie bei der anfänglichen Bereitstellung von ArcGIS Enterprise einen Cloud-Speicherservice verwenden, oder Sie können das Portal-Inhaltsverzeichnis später so ändern, dass ein Cloud-Service als Speicherort verwendet wird. Bei einer Cloud-Bereitstellung von ArcGIS Server können Sie bei der anfänglichen Bereitstellung der ArcGIS Server-Site einen Cloud-Speicherservice für die Serververzeichnisse und den Konfigurationsspeicher verwenden. Der Speicherort kann nach der anfänglichen Site-Konfiguration jedoch nicht mehr geändert werden.
Cloud-Umgebungen
Bei der Bereitstellung in einer Cloud-Umgebung sollten Sie einen Cloud-Service zum Speichern der Systemverzeichnisse verwenden. Dies ist vor allem dann von Vorteil, wenn Sie für die Server in Ihrer Site eine Skalierung von mehr als einem Computer planen oder wenn Sie eine hochverfügbare Site erstellen möchten, da dadurch das Risiko minimiert wird, dass die Abhängigkeit vom Dateisystem zu einem Single Point of Failure wird.
Zu den unterstützten Cloud-Services für die Speicherung des Portalinhaltverzeichnisses und des Serverkonfigurationsspeichers gehören:
Amazon S3
Azure Blob Storage
Alibaba Cloud Object Storage Service (OSS)
Zu den unterstützten Cloud-Services für die Speicherung der Serververzeichnisse gehören folgende:
Amazon S3
Azure Blob Storage
Als Alternative zum Cloud-Speicher stehen in AWS und Azure verschiedene SSD-Optionen (Solid-State-Laufwerke) zur Verfügung. Im Laufe der Zeit und je nach Bedarf können Sie die bereitgestellten Ressourcen entsprechend der Speicheranforderungen Ihrer Organisation erweitern. Wählen Sie bei der Bereitstellung in AWS oder Azure einen Volume- oder Datenträgertyp, der in der jeweiligen Umgebung nativ unterstützt wird.
Lokale Umgebungen
Wählen Sie bei der Bereitstellung in lokalen Umgebungen ein Speichergerät, das ein unmittelbares Lesen von Dateien von jedem Knoten der Site ermöglicht, nachdem ein Vorgang und der entsprechende Schreibvorgang abgeschlossen wurden.
Dadurch sind viele Typen von verteilten Dateisystemen ungeeignet, z. B. GFS und GlusterFS.
NFS-Freigaben müssen so konfiguriert werden, dass konsistente Lesevorgänge möglich sind und keine veralteten Daten-Caches verwendet werden.
Dadurch sind viele Typen von verteilten Dateisystemen ungeeignet, z. B. GFS und DFS.
Bei der Auswahl eines Dateispeichergeräts (NAS/SAN) für diesen Zweck sind unmittelbare Konsistenz und Performance wichtige zu berücksichtigende Faktoren. Das gewählte Speichergerät muss bei kleinen zufälligen E/A-Volumen (Eingabe/Ausgabe) eine gute Leistung zeigen.
Überlegungen zur Performance
Bedenken Sie, dass die Lese- und Schreibperformance je nach E/A-Merkmalen stark schwanken kann. Dies ist ein wichtiger Faktor, da Interaktionen mit dem Konfigurationsspeicher, gecachten Paketkacheln usw. diesem Muster folgen.
Dies bedeutet oftmals, dass ein für umfangreiche sequenzielle Lese- und Schreibvorgänge optimiertes Gerät (wie häufig bei Bild- und Videodaten) nicht zur Verwendung mit ArcGIS Enterprise geeignet ist. Wenn der implementierte Dateispeicherungsmechanismus kleine zufällige E/A-Vorgänge nicht gut verarbeitet, steigen die Reaktionszeiten möglicherweise stark an, und es können sogar Fehler auftreten, insbesondere bei administrativen Vorgängen auf der Site.
Zusätzliche Ressourcen: