Kennwerte-API
Die Kennwerte-API verbessert die Beobachtbarkeit, da sie es Ihnen ermöglicht, Anwendungen und Infrastruktur zu überwachen und zu verwalten. Sie ermöglicht die Sammlung und Aggregation von Echtzeitdaten und bietet Erkenntnisse zur Systemleistung. Darüber hinaus können DevOps-Teams die API nutzen, um Warnungen einzurichten, Probleme zu behandeln und die Ressourcenzuweisung zu optimieren. Durch Bereitstellung dieser Leistungskennwerte sind Sie in der Lage, Anomalien und Engpässe besser zu erkennen und die Systemwartung proaktiver zu gestalten. Außerdem ermöglicht die Kennwerte-API die Integration einer breiten Palette von Überwachungs- und Visualisierungswerkzeugen und verbessert so die Fähigkeit, komplexe Systeme zu beobachten.
Als Administrator können Sie nach der Konfiguration des Zugriffs auf Kennwerte PromQL-Abfragen verwenden, um Kennwertinformationen zu erhalten, die von Drittanbietern oder grafischen Anwendungen wie Grafana genutzt werden können.
Anwendungsfälle für Kennwerte
Kennwerte ermöglichen eine Vielzahl von Anwendungsfällen für die Planung, Wartung, Fehlerbehebung und Bewertung Ihrer ArcGIS Enterprise-Bereitstellung.
Identifizieren von Nutzungs- und Aktivitätsmustern
Nutzungs- und Aktivitätsmuster zeigen, wie Menschen mit ArcGIS Enterprise interagieren. Dies kann eine nützliche Information für Business- und GIS-Manager sein, die die Auswirkungen von ArcGIS Enterprise in der Organisation messen und kommunizieren müssen.
Anfragen pro Sekunde können nach Service, Benutzer und Vorgang gruppiert werden. So können Sie die beliebtesten Services, die Services, mit denen jeder Benutzer interagiert, und die Vorgangstypen identifizieren, die Benutzer für die unterschiedlichen Services ausführen. Diese Informationen können Ihre Entscheidungen über Inhalte, die hochgestuft oder gelöscht werden sollten, und über die richtigen Lizenz- und Zugriffsrechte für die einzelnen Benutzer unterstützen.
Erkennen, Verstehen und Lösen von Systemproblemen
Ein Verständnis des Systemzustands kann GIS- und IT-Administratoren helfen, die für das ordnungsgemäße Funktionieren von ArcGIS Enterprise verantwortlich sind.
Verfügbarkeit: Ob das System in Betrieb ist oder nicht, ist der wichtigste Leistungsindikator. Wenn Benutzer Probleme mit dem System melden, überprüfen Sie zuerst die Verfügbarkeit, um zu sehen, ob das System überhaupt verfügbar ist.
Service-Fehler %: Die Fehlerquote liefert Informationen darüber, wie häufig Services Fehler zurückgeben. Dieser Kennwert ist besonders wichtig, wenn Sie ein Service Level Agreement (SLA) haben, das festlegt, dass die Fehlerquote unter einer bestimmten Schwelle bleiben muss.
Reaktionszeit: Benutzer können langsam antwortende Services als kritisch empfinden. Eine lange Reaktionszeit kann auch auf ein Problem hinweisen, das gelöst werden muss. Die Gruppierung von Reaktionszeiten nach einer Kombination aus Servicename, Benutzer und Vorgang kann helfen, die Ursachen langsamer Reaktionszeiten zu identifizieren.
Servicelast: Einige Probleme hängen mit hoher Servicelast zusammen. Ein rascher Anstieg der Anfragen pro Sekunde oder der Verwendungszeit pro Sekunde kann darauf hindeuten, dass ein Problem im System dadurch verursacht werden könnte, dass ein Service ein großes Anfragevolumen verarbeiten muss.
Ressourcenverbrauch von Maschinen und Prozessen: Informationen zur Speicher-, CPU- oder Festplattennutzung ermöglichen es Ihnen zu untersuchen, ob Systemprobleme mit hohem Ressourcenverbrauch korrelieren. Die Aufschlüsselung der Nutzung nach Prozessen kann Ihnen helfen herauszufinden, welche Prozesse für den hohen Ressourcenverbrauch des Systems verantwortlich sind.
Optimieren der Bereitstellung
Selbst wenn das System derzeit gut funktioniert, sollten Sie seine Konfiguration anpassen, um das System zu optimieren und das Risiko zukünftiger Probleme zu verringern.
Servicelast: Der Einfluss eines Services auf das System wird am besten anhand der vom Service benötigten Zeit in Sekunden pro Sekunde gemessen. Wenn Sie wissen, welche Services eine höhere Last haben, können Sie die besten Ziele für Optimierungsverbesserungen identifizieren.
Prozessressourcenverbrauch: Die Speicher- und CPU-Nutzung einzelner Prozesse kann Ihnen ebenfalls helfen, die Systembestandteile zu identifizieren, die den größten Einfluss auf den Gesamtressourcenverbrauch haben.
Infrastrukturressourcen in der richtigen Größe
Da die Infrastruktur teuer sein kann, ist es wichtig, zwar genügend Ressourcen zu haben, um die benötigte Kapazität bereitzustellen, aber ohne für ungenutzte Ressourcen zu bezahlen.
Info: Diese Information beschreibt die Spezifikationen wie Betriebssystem, CPU und Speicher für alle Maschinen gleichzeitig. Dies ist eine praktische Möglichkeit, die Maschinenspezifikationen zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den Systemanforderungen entsprechen und für alle Maschinen in einer ArcGIS-Server-Site konsistent sind.
Maschinenressourcenverbrauch: Eine konstant hohe Auslastung von Speicher, CPU oder Festplatte kann darauf hinweisen, dass Sie Ihre Infrastruktur erweitern müssen, um Ihren Anforderungen gerecht zu werden. Umgekehrt können ungenutzte Ressourcen darauf hindeuten, dass Sie die Infrastrukturausgaben senken können, ohne die Leistung negativ zu beeinträchtigen.
Verfügbare Kennwerte
Komponenten von ArcGIS Enterprise liefern über die Kennwert-API verschiedene Kennwerte. Maschinen-Kennwerte liefern Informationen über die Maschine, auf der die Komponente installiert ist, wie zum Beispiel verfügbaren Speicher. Service-Kennwerte liefern Informationen über die Leistung von Services, wie zum Beispiel die Reaktionszeit. Unter Von der Kennwerte-API verfügbar gemachte Informationen finden Sie Details zu jedem Kennwerttyp.
Bei dieser Version stellen nicht alle Komponenten von ArcGIS Enterprise die Kennwerte-API zur Verfügung. Die folgende Tabelle fasst zusammen, welche Arten von Kennwerten für verschiedene Komponenten verfügbar sind.
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Komponente |
Verfügbare Kennwerte |
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Portal for ArcGIS |
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ArcGIS Data Store |
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Auf ArcGIS Server basierende Server:
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Löschen von Kennwerten
Kennwerte sammeln eine große Menge an Informationen über ArcGIS Enterprise. Veraltete Kennwerte werden standardmäßig stündlich aus dem System gelöscht. Sie können das Löschintervall über den Standard hinaus erhöhen, aber das kann dazu führen, dass die Antwortgröße wächst. Für die meisten Organisationen bietet das Standardintervall ein angemessenes Gleichgewicht, und Sie müssen es nicht ändern.
Es wird empfohlen, das Standard-Löschintervall nur dann zu erhöhen, wenn beide der folgenden Bedingungen zutreffen:
Sie haben einen benutzerdefinierten Job, der Prometheus-Kennwerte in Intervallen von mehr als 1 Stunde sammelt und aggregiert.
Ihre Services haben keine hohe Kardinalität. Eine hohe Kardinalität tritt auf, wenn viele Benutzer regelmäßig auf viele Services zugreifen.
Um einen Datenverlust zu vermeiden, stellen Sie sicher, dass das Löschintervall länger ist als das von Ihrer Prometheus-Job-Konfiguration definierte Sammel-Intervall.