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Farbmanagementeinstellungen der Anwendung

Farbmanagement ist eine Einstellung der ArcGIS Pro-Anwendung, die verwendet wird, um auf verschiedenen Anzeige- und Ausgabegeräten eine einheitliche Farbdarstellung sicherzustellen. Es kann auf der Seite Einstellungen der Anwendung aktiviert werden. Das Farbmanagement ist standardmäßig deaktiviert, was bedeutet, dass kein Farbmanagement erfolgt.

Aktivieren des Farbmanagements

Um das Farbmanagement in ArcGIS Pro zu aktivieren, führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie auf die Registerkarte Projekt, um die Anwendungseinstellungen zu öffnen.

  2. Klicken Sie auf Optionen, um das Dialogfeld Optionen zu öffnen.

  3. Klicken Sie unter der Überschrift Anwendung auf die Registerkarte Farbmanagement.

  4. Klicken Sie auf der Registerkarte Farbmanagement auf die Umschaltfläche Farbmanagement aktivieren, um sie zu aktivieren.

Nach der Aktivierung können Sie Farbmanagementeinstellungen für die folgenden Projektelemente in ArcGIS Pro festlegen:

  • Karten

  • Szenen

  • Layouts

  • Berichte

  • Styles

Die Farbmanagementeinstellungen der Anwendung legen den Standard-Farbraum und die Standard-Farbprofile neuer Projektelemente mit Farbmanagement fest und bestimmen die Farbkonvertierungsrichtlinie, die verwendet wird, wenn Farben zwischen diesen Projektelementen übertragen werden.

Farbmodell

Geben Sie das Standard-Farbmodell (entweder RGB oder CMYK) an, das allen neuen Projektelementen mit Farbmanagement zugewiesen werden soll. Sie können das Farbmodell eines Projektelementes bei Bedarf ändern.

Farbprofile

Farbprofile sind Dateien mit den Informationen dazu, wie ein Gerät Farbwerte erfassen, darstellen oder anderweitig erkennen und diese Werte in den Kontext für dieses Gerät bringen kann.

Einem Eingabegerät, wie zum Beispiel einem Scanner, ist beispielsweise ein Farbprofil zugeordnet, das die exakte rote Farbe beschreibt, die dem RGB-Wert 200,100,100 dieses bestimmten Gerätes entspricht. Anzeigegeräte, wie zum Beispiel Monitore, oder Ausgabegeräte, wie zum Beispiel Drucker, sind ebenfalls mit Profilen verknüpft, die ihre Interpretation dieser Farbwerte bestimmen. Dokumente, wie zum Beispiel Fotos oder in diesem Fall ArcGIS Pro-Projektelemente, können in ähnlicher Weise mit einem Farbprofil verknüpft werden, um die Farbwerte darin in den Kontext zu bringen.

Wenn eine Farbe auf einem Monitor mit Farbkalibrierung angezeigt, von einem in ein anderes Projektelement übertragen oder in eine PDF-Datei oder an einen Drucker ausgegeben wird, verwendet das Farbmanagementsystem die Profile und die Farbkonvertierungsregeln, um die Farbwerte (über einen geräteneutralen Farbraum wie Lab) so in neue Werte zu übersetzen, dass die Farbe visuell unverändert bleibt.

Die Standard-Farbprofile für neu erstellte Projektelemente werden in den Anwendungseinstellungen festgelegt. Bei Bedarf können Sie verschiedene Farbprofile auswählen, die mit einem Projektelement verknüpft sind.

Für die ArcGIS Pro-Anwendung sind die folgenden Farbprofile verfügbar:

  • sRGB IEC61966-2-1 noBPC

  • U.S. Web Coated (SWOP) v2

  • Alle im Windows Betriebssystem hinterlegten Farbprofile

Um zusätzliche Farbprofile unter Windows hinzuzufügen, öffnen Sie die Systemsteuerung, und suchen Sie die Farbverwaltung. Klicken Sie im Dialogfeld Farbverwaltung auf der Registerkarte Farbprofile auf Hinzufügen.

Farbkonvertierung

Neben der Festlegung der Standard-Farbprofile enthalten die Farbmanagementeinstellungen der Anwendung auch Farbkonvertierungsregeln. Diesen Regeln entnimmt das Farbmanagementsystem, wie Farben von einem in ein anderes Farbprofil übertragen werden sollen.

Die Farbkonvertierung besteht aus drei Komponenten:

  • Farbkonvertierungsregel: Gibt an, wie Farben transformiert werden, wenn sie von einem in ein anderes Farbprofil übertragen werden. Wählen Sie eine dieser Optionen aus:

    • Farbdarstellung beibehalten. In den meisten Fällen sollten Sie diese Option verwenden, da dies der grundlegende Zweck des Farbmanagements ist: Sicherzustellen, dass Farben unabhängig davon, wo sie angezeigt werden, einheitlich dargestellt werden. Die Farbwerte werden geändert.

    • Farbwerte beibehalten. Bei dieser Einstellung werden die Farbprofile ignoriert. Die Farben werden unverändert von Gerät zu Gerät übergeben. Die visuelle Darstellung der Farben ist in der Regel nicht einheitlich. Diese Option sollten Sie in Fällen verwenden, in denen bestimmte Farbwerte unbedingt erhalten bleiben müssen.

  • Rendering Intent: Gibt an, wie Farben transformiert werden, wenn im Ziel-Farbraum keine entsprechende Farbe vorhanden ist. Die Farbe liegt außerhalb der Farbskala oder außerhalb des Definitionsbereichs aller möglichen Farben, die im Ziel-Farbmodell dargestellt werden können. Die folgenden Strategien stehen zur Auswahl:

    • Relativ farbmetrisch. Farben außerhalb der Farbskala werden in ihre nächstgelegene Übereinstimmung innerhalb der Farbskala transformiert und am Weißpunkt des Ziel-Farbraums angepasst. Farben innerhalb der Farbskala bleiben weitgehend unverändert. In den meisten Fällen ist dies die bevorzugte Absicht und somit der Standard.

    • Perzeptiv. Die gesamte Farbskala aus dem Quell-Farbraum wird so komprimiert, dass sie in die Farbskala des Ziel-Farbraums passt. Der Farbton und die Sättigung aller Farben sind betroffen, aber die visuellen Unterschiede im Ton zwischen den Farben bleiben erhalten.

    • Sättigungserhaltend. Hierbei werden die Farben außerhalb der Farbskala gerade so weit transformiert, dass sie innerhalb der Ziel-Farbskala liegen. Anstatt den gesamten Farbraum zu komprimieren und zu beeinflussen, wird der Quell-Farbraum so gekürzt, dass er in den Ziel-Farbraum passt. Die Sättigung bleibt auf Kosten von Farbton und Helligkeit erhalten.

    • Absolut farbmetrisch. Wie bei der relativ farbmetrischen Strategie werden bei dieser Strategie die außerhalb der Farbskala in ihre nächstgelegene Übereinstimmung innerhalb der Farbskala transformiert, jedoch ohne dass der Weißpunkt des Quell-Farbraums angepasst wird. Wählen Sie diese Absicht aus, wenn Spotfarben verwendet werden, um sicherzustellen, dass sie korrekt dargestellt werden.

  • Tiefenkompensierung: Stellt sicher, dass bei der Transformation der Farben der Schwarzpunkt des Quellprofils dem Schwarzpunkt des Zielprofils entspricht und alle anderen Farben relativ angepasst werden. Der Schwarzpunkt ist die dunkelste, dichteste Farbe, die im Profil dargestellt werden kann. Verwenden Sie den Schwarzpunkt- bzw. Tiefenkompensierungsalgorithmus, wenn Ihre Karte oder Ihr Layout viel kleine schwarze Schrift enthält.

Arbeiten mit vorhandenen oder importierten Elementen

Wenn Sie Elemente, wie zum Beispiel Karten, Szenen, Layouts und Styles, aus ArcGIS Desktop oder einem älteren ArcGIS Pro-Projekt importieren, werden das Farbmodell auf RGB festgelegt und die Farbprofile sRGB IEC61966-2-1 noBPC und U.S. Web Coated (SWOP) v2 auf das Element angewendet.

Wenn ein Projekt ein Farbprofil referenziert, das auf dem Computer nicht installiert ist, wird eine Warnung angezeigt. In diesem Fall müssen Sie entweder das fehlende Farbprofil installieren oder ein verfügbares, geeignetes Farbprofil als Ersatz auswählen.