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Systemarchitektur

ArcGIS Enterprise on Kubernetes ist eine vollständige Enterprise-GIS-Implementierung für die Kubernetes-Plattform. Es handelt sich um eine Sammlung von Microservices, die grundlegende Workflows darstellen, beispielsweise Kartenerstellung, Analyse, Kollaboration und Freigabe. Diese Microservices arbeiten zusammen, um Unterstützung für Softwarefunktionen und Arbeitslast zu bieten. Sie werden in Form einer oder mehrerer Kubernetes-Bereitstellungen implementiert, die in Ihrer Organisation als Pods instanziiert werden.

Einführung

ArcGIS Enterprise on Kubernetes wird als Paket aus Container-Images bereitgestellt, die auf Worker-Knoten in einem ArcGIS Enterprise on Kubernetes-Cluster ausgeführt werden. Die Pods werden auf die Knoten im Cluster verteilt und stellen einen oder mehrere Container dar.

Eine Übersicht über die Anbieter unterstützter Cluster, in denen ArcGIS Enterprise unterstützt wird, finden Sie in den Systemanforderungen.

Grundlegende Aspekte von ArcGIS Enterprise on Kubernetes werden im Folgenden beschrieben. Das Diagramm veranschaulicht einen Kubernetes-Cluster, der einen Namespace mit dem Namen "arcgis" enthält. Der Namespace enthält vier Kategorien von Pods, die verschiedenen Systemfunktionen entsprechen. Das Diagramm ist nicht als vollständige Liste von Pods oder Anforderungen zu verstehen, sondern vielmehr als Übersicht über die Organisation des Systems.

Übersicht über die Kubernetes-Systemarchitektur

Framework

Framework-Pods unterstützen die Workflows der Organisation und stellen für Mitglieder der Organisation Informationen zum System in Form einer Hilfe-Dokumentation bereit. Diese Pods lassen sich zudem mithilfe von ArcGIS Enterprise Manager oder der ArcGIS Enterprise Administrator-API in den jeweiligen Systembereitstellungen skalieren.

Name des Pods

Zweck

Ingress-Controller

Dient als zentraler Einstiegspunkt in den Kubernetes-Cluster und leitet den Datenverkehr durch den Cluster.

Hilfe

Schrittweise konzeptionelle Dokumentation zur Bereitstellung, Konfiguration und Verwendung von ArcGIS Enterprise on Kubernetes

Services-API

APIs für GIS-, System- und Utility-Services, die Workflows für Veröffentlichung, Caching und Analyse unterstützen

Apps

Grundlegende Unterstützung für eingebettete Apps in der Organisation

Notebook-Automatisierungsservice

Verwaltet Bereitstellungen von Notebook-Services zur Unterstützung der Notebook-Erstellung und -Automatisierung.

Administration

Administrative Pods stellen das initiale Framework für die Erstellung einer ArcGIS Enterprise-Organisation bereit. Sobald Ihre Organisation betriebsbereit ist, können Sie diese Pods in ihren jeweiligen Bereitstellungen mithilfe von ArcGIS Enterprise Manager oder der ArcGIS Enterprise Administrator-API skalieren.

Mit ArcGIS Enterprise Manager können Administratoren verschiedene Aspekte der Organisation überwachen und verwalten. Die Administratoren erhalten durch Überwachungswerkzeuge für Systemzustand, Protokolle und andere kritische Informationen einen aktiven Überblick über die Organisation. Die ArcGIS Enterprise Administrator-API ist für die Organisation von grundlegender Bedeutung. Sie dient zum Verwalten des Lebenszyklus der ArcGIS Enterprise-Komponenten und unterstützt Vorgänge in der gesamten Organisation.

Weitere Informationen zu administrativen Ressourcen und Workflows

Name des Pods

Zweck

ArcGIS Enterprise Administrator API

APIs für Verwaltungs- und Automatisierungsaspekte der ArcGIS Enterprise-Organisation

ArcGIS Enterprise Manager

Wird anfangs als Setup-Assistent zum Erstellen einer ArcGIS Enterprise-Organisation verwendet. Wenn die Organisation konfiguriert ist, wird ArcGIS Enterprise Manager zum Verwalten, Überwachen und Sichern der Organisation verwendet.

ArcGIS Enterprise-Organisation

Bedienoberfläche, die Workflows für Freigabe, Verwaltung von Elementen und Verwaltung von Mitgliedern unterstützt

Portal (Sharing) API

APIs, die Workflows für Freigabe, Verwaltung von Elementen und Verwaltung von Mitgliedern unterstützen

GIS-Services

GIS-Services ermöglichen die räumlichen Funktionen der Organisation. Zu den GIS-Services zählen Karten-, Feature- und Geokodierungsservices sowie gehostete Karten- und Feature-Services. GIS-Services, die benutzerverwaltete Data Stores referenzieren, erfordern eine aktive Verbindung zu einem registrierten Data Store. Gehostete Services werden mithilfe von Systemspeicher veröffentlicht. Diese Pods können ebenso wie die Pods für System-Services und Utility-Services in den jeweiligen Service-Bereitstellungen skaliert werden.

Außerdem können Sie zusätzliche Server-Sites aus Windows- und Linux-Umgebungen verbinden, um Ihrem System Funktionen hinzuzufügen.

Name des Pods

Zweck

Feature-Services

Unterstützt das Bearbeiten von Workflows in Karten und Apps.

Kartenservices

Stellt Karten, Features und Attributdaten in vielen Arten von Anwendungen zur Verfügung.

Geokodierungsservices

Unterstützt Workflows zum Suchen und Verorten von Adressen und Orten auf einer Karte.

Geoverarbeitungsservices

Unterstützt Service-Werkzeuge für Kartenerstellungs- und Feature-Services.

Notebook-Services

Unterstützt Workflows zum Veröffentlichen von Notebooks als Web-Werkzeuge.

Systemspeicher

ArcGIS Enterprise on Kubernetes stellt Systemspeicher bereit und verwaltet diesen. Systemspeicher kann mithilfe von StatefulSets bereitgestellt werden, die mit einem oder mehreren persistenten Volumes verbunden sind. Alternativ können bestimmte Arten von Systemspeicher durch die Integration mit einem Cloud-Service bereitgestellt werden. Informationen zu den einzelnen Arten von Data- Store-Systemspeichern sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Data Store

Zweck

Unterstützt die Integration von Cloud-Services

Objektspeicher

Speichert hochgeladene und gespeicherte Inhalte, gehostete Kachel- und Bild-Layer-Caches sowie Geoverarbeitungsausgaben.

Ja

Speicher vom Typ "relational"

Speichert gehostete Feature-Daten und administrative Elemente wie Anpassungs- und Konfigurationseinstellungen. Es sind zwei Speicher vom Typ "relational" konfiguriert: ein primärer und ein Standby-Speicher.

Ja

Speicher vom Typ "spatiotemporal" und Indexspeicher

Speichert Protokolle und Indizes sowie gehostete Feature-Daten.

Nein

Wenn der Systemspeicher persistente Volumes verwendet, können Administratoren die Speicherklassen, die für die Ansprüche auf persistente Volumes verwendet werden, konfigurieren und somit deren Größe und Art steuern. Cloud-Anbieter verfügen normalerweise über verschiedene Volume-Controller, mit denen verschiedene Arten von Volumes (z. B. Netzwerkfreigaben, Blockspeicher oder Festplatten) bereitgestellt werden können.

In dieser Version können den Systemspeicher-Pods keine Ressourcen neu zugewiesen werden. Eine Skalierung ist ebenfalls nicht möglich. Pod-Replikate, Anforderungen und Grenzwerte werden durch die Architekturprofile der Bereitstellung vordefiniert.