Systemanforderungen für ArcGIS Enterprise 12.1
ArcGIS Enterprise stellt ein System für Kartenerstellung, Visualisierung, Datenmanagement und Analyse bereit und bietet ein flexibles Modell für die lokale Bereitstellung, die Nutzung in der Cloud und auf virtuellen Maschinen.
Eine ArcGIS Enterprise-Basisbereitstellung enthält mehrere Komponenten, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Zusätzlich zu diesen Komponenten können Sie der -Bereitstellung einen oder mehrere Server hinzufügen, um spezifische Workflow-Anforderungen in Ihrer Organisation zu erfüllen.
Es wird empfohlen, für alle Bereitstellungskomponenten dieselbe Softwareversion zu verwenden.
Auf dieser Seite finden Sie Informationen dazu, was von den meisten Komponenten einer ArcGIS Enterprise-Bereitstellung unterstützt wird, sowie Unterabschnitte zu den einzelnen Komponenten einer Basisbereitstellung, in denen Sie sich über die jeweiligen zusätzlichen Anforderungen informieren können. Die folgenden Informationen sind für die Überlegungen zum physischen Design Ihrer Bereitstellung von Bedeutung.
Vor der Installation oder dem Upgrade von ArcGIS Enterprise sollten Sie die Informationen zu den Neuerungen in ArcGIS Enterprise lesen, einschließlich der Hinweise zu eingestellten und veralteten Komponenten, um zu ermitteln, ob Ihre Hardware- und Softwarekomponenten weiterhin mit der aktuellen Version kompatibel sind.
Hinweis:
Der ArcGIS License Manager ist nicht mehr erforderlich, um benannte Benutzerlizenzen für ArcGIS Pro, ArcGIS Pro-Erweiterungen, ArcGIS Drone2Map und ArcGIS AllSource zu aktivieren.
Während des Setups wird ein Diagnosewerkzeug ausgeführt, um besser ermitteln zu können, ob Ihr Computer die Mindestsystemvoraussetzungen erfüllt.
Anforderungen an das Betriebssystem
Für ArcGIS Enterprise-Bereitstellungen werden die folgenden Linux-Betriebssysteme unterstützt. Eine Ausnahme bildet derzeit ArcGIS Video Server.
|
Unterstütztes Betriebssystem |
Neueste getestete Aktualisierung oder neuestes getestetes Service Pack |
|---|---|
|
Red Hat Enterprise Linux Server 8 |
Update 10 |
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Red Hat Enterprise Linux Server 9 |
Update 7 |
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AlmaLinux 8 |
Update 10 |
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AlmaLinux 9 |
Update 7 |
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SUSE Linux Enterprise Server 15 |
Service Pack 7 |
|
Ubuntu Server 24.04 LTS |
24.04.4 |
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Ubuntu Server 22.04 LTS |
22.04.5 |
|
Oracle Linux 8 |
Update 10 |
|
Oracle Linux 9 |
Update 7 |
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Rocky Linux 8 |
Update 10 |
|
Rocky Linux 9 |
Update 7 |
Frühere und künftige Aktualisierungen oder Service Packs für diese Betriebssystemversionen werden unterstützt und gelten als funktionsfähig, sofern nichts anderes angegeben ist. Die Betriebssystemversion und -aktualisierungen müssen ebenfalls vom Betriebssystem-Provider unterstützt werden.
Die Software darf nicht auf einem modifizierten (binären) Betriebssystem installiert werden. Esri bietet keinen Support für Produkte, die auf Entwicklerversionen eines Betriebssystems installiert wurden.
Computernamen mit einem Unterstrich (_) werden nicht unterstützt. Wird ein Unterstrich in einem Computernamen erkannt, kann die Installation nicht durchgeführt werden.
Sie können die Software nicht als Root-Benutzer installieren. Wenn Sie es dennoch versuchen, wird die Installation nicht fortgesetzt, und es wird ein Diagnosewerkzeug mit einer Fehlermeldung angezeigt, die angibt, dass die Installation als Root-Benutzer nicht möglich ist.
Erforderlicher temporärer Speicherplatz
Standardmäßig wird in ArcGIS Enterprise das Verzeichnis /tmp für die temporäre Speicherung verwendet. Sollte in diesem Verzeichnis nicht genügend Speicherplatz vorhanden sein, legen Sie die folgenden Umgebungsvariablen fest, um alternative Speicherorte anzugeben:
IATEMPDIR: Das Verzeichnis, in dem Installationsressourcen während der Einrichtung extrahiert werden.TMPDIR: Das Verzeichnis, in dem temporäre Dateien, die beim Veröffentlichen aus einer Service-Definitionsdatei (SD-Datei) erstellt werden, sowie Dateien aus automatischen Sicherungen, die während eines Upgrades erstellt werden, gespeichert werden.
Für temporäre Speicherverzeichnisse müssen die Berechtigungen zum Lesen, Schreiben und Ausführen aktiviert sein.
Paketgruppen
Damit Folgendes mit der grafischen Bedienoberfläche des Betriebssystems ausgeführt werden kann, muss auf den Installationscomputern die Paketgruppe "X Window System" installiert sein:
Installationsassistenten
Autorisierungsassistent für ArcGIS
Werkzeug "Auf Aktualisierungen überprüfen"
Die folgenden Paketgruppen sind erforderlich:
|
Betriebssystem |
Paketgruppe |
|---|---|
|
Red Hat Enterprise Linux Server und Oracle Linux |
gettext |
|
SUSE Linux Enterprise Server |
gettext-runtime |
|
Ubuntu Server LTS |
gettext-base |
Die folgenden 64-Bit-Versionen der Betriebssysteme werden von den meisten ArcGIS Enterprise-Komponenten und -Sites unterstützt. Derzeit bilden ArcGIS Notebook Server und ArcGIS Video Server hiervon eine Ausnahme.
Produktionsumgebungen:
|
Unterstütztes Betriebssystem |
Neueste getestete Aktualisierung oder neuestes getestetes Service Pack |
|---|---|
|
Windows Server 2025 Standard und Datacenter |
Aktualisierung vom April 2026 |
|
Windows Server 2022 Standard und Datacenter |
Aktualisierung vom April 2026 |
|
Windows Server 2019 Standard und Datacenter |
Aktualisierung vom April 2026 |
Umgebungen für allgemeine Tests und die Anwendungsentwicklung:
|
Unterstütztes Betriebssystem |
Neueste getestete Aktualisierung oder neuestes getestetes Service Pack |
|---|---|
|
Windows 11 Pro und Enterprise |
Aktualisierung vom April 2026 |
Frühere und künftige Aktualisierungen oder Service Packs für diese Betriebssystemversionen werden unterstützt und gelten als funktionsfähig, sofern nichts anderes angegeben ist. Die Betriebssystemversion und -aktualisierungen müssen ebenfalls vom Betriebssystem-Provider unterstützt werden.
Die Option "Desktopdarstellung" ist für alle Versionen von Windows Server erforderlich.
ArcGIS-Software wurde entwickelt und zertifiziert, um Dateisystem-Pfadnamen mit einer maximalen Länge von 260 Zeichen zu unterstützen.
Microsoft empfiehlt, das IPv6-Protokoll bei keiner der aktuell unterstützten Betriebssystemversionen zu deaktivieren, da es eine erforderliche Komponente des Betriebssystems ist. Wenn Sie das IPV6-Protokoll auf einem der Computer deaktivieren, auf denen ArcGIS Enterprise-Komponenten installiert sind, befolgen Sie die Anweisungen von Microsoft.
Die Installation auf Domänencontrollern ist nicht möglich. Die Installation auf einem Domänencontroller kann sich negativ auf die Funktionalität auswirken.
Windows 11 wird nur für allgemeine Tests und die Anwendungsentwicklung unterstützt.
Computernamen mit einem Unterstrich (_) werden nicht unterstützt. In zahlreichen gängigen Spezifikationen für Internet-Hostnamen sind Unterstriche als nicht standardmäßig deklariert. Auch wenn Microsoft Windows die Verwendung des Unterstrichs in einem Computernamen zulässt, kann dies zu Problemen bei der Interaktion mit anderen Servern und Plattformen führen. Aus diesem Grund wird die Installation nicht auf Servern fortgesetzt, die einen Unterstrich im Host-Namen haben.
Für ArcGIS Enterprise-Komponenten ist mindestens Version 14.44.35211 von Microsoft Visual C++ 2015–2022 Redistributable (x64) erforderlich. Sie erhalten die Datei für Microsoft Visual C++ Redistributable für Visual Studio 2015–2022 auf der Microsoft-Website.
Falls die erforderliche Visual C++ 2015–2022-Redistributable-Komponente nicht installiert ist, wird sie beim Ausführen der ArcGIS Enterprise-Setups (setup.exe) automatisch installiert. Beachten Sie jedoch, dass das Redistributable nicht installiert wird, wenn die Datei setup.msi direkt ausgeführt wird. Wenn das Microsoft Visual C++ 2015–2022 Redistributable (x64) noch nicht installiert ist, können ArcGIS Enterprise-Installationen nicht durch die Ausführung der setup.msi-Datei ausgeführt werden.
ArcGIS Server
ArcGIS Server wird in der Regel als Verbund- oder Hosting-Server eingesetzt. Er kann auch als eigenständiger Server eingesetzt werden. Er ermöglicht die Kartenerstellung und Analyse in Ihrem GIS, wobei durch die dynamische Skalierung eine Anpassung an den jeweiligen Datenverkehr möglich ist. Unter Server und Erweiterungen finden Sie alle auf ArcGIS Server basierenden Server und Erweiterungen, die diese Anforderungen erfüllen.
Hardwareanforderungen
Für ArcGIS Server ist ein Speicherplatz von mindestens 10 GB erforderlich.
Für die Installation einer ArcGIS Server-basierten Komponente sind mindestens 8 GB Arbeitsspeicher (RAM) pro Computer erforderlich.
Die Hardwareanforderungen werden für die Produktionsumgebungen nicht aufgeführt, da die Benutzer- und Business-Anforderungen der Software variieren können. Diese Anforderungen müssen bei der Bestimmung der Hardwareanforderungen berücksichtigt werden, um den Erwartungen an Performance und Skalierbarkeit zu entsprechen.
1,5 GB des erforderlichen Speicherplatzes werden vorübergehend für die Installation des Produkts benötigt. Diese Daten werden am Ende des Installationsvorgangs wieder entfernt.
Die Installation von ArcGIS Server in einem freigegebenen Netzwerkverzeichnis (NFS-Ordner) ist nicht möglich. Wählen Sie ein lokales Verzeichnis im Zielsystem.
.NET Extension Support
Für die Funktion ".NET Extension Support", die .NET-basierte Serverobjekterweiterungen (SOEs) und Serverobjekt-Interceptoren (SOIs) unterstützt, ist .NET 10 erforderlich. Wenn .NET 10 nicht gefunden wird, ist die .NET Extension Support-Funktion nicht für die Installation verfügbar.
Wenn Sie .NET-basierte SOEs oder SOIs verwenden, müssen Sie vor der Installation von ArcGIS Server entweder .NET Desktop Runtime 10 (x64) oder .NET SDK 10 (x64) installieren.
Anforderungen an die Größe der Auslagerungsdatei
Stellen Sie sicher, dass für den ArcGIS Server-Computer eine ausreichende Größe der Auslagerungsdatei konfiguriert ist. Lassen Sie sich dazu von Ihrem IT-Administrator beraten, oder befolgen Sie die Best Practices von Microsoft.
Geoverarbeitungsanforderungen
Wenn Sie die auf ArcGIS Pro basierenden Geoverarbeitungswerkzeuge verwenden, die mit ArcGIS Server installiert werden, finden Sie unter ArcGIS Server und ArcPy Informationen dazu, wo Sie die Python 3-Dateien finden.
Standard-Dateiberechtigungen
Aus Sicherheitsgründen sind alle Berechtigungstypen (Lesen, Schreiben, Ausführen) für alle Benutzer und Gruppen standardmäßig deaktiviert.
Grenzwerte für Datei-Handles und Prozesse
ArcGIS Server ist ein datenintensives Serverprodukt, und viele seiner Datenformate enthalten Hunderttausende Dateien. In stark genutzten Systemen kann es vorkommen, dass tausende oder zehntausende Dateien gleichzeitig verwendet werden. Wenn nicht genügend Datei-Handles und Prozesse vorhanden sind, werden Anforderungen ggf. nicht mehr verarbeitet, was zu Systemausfallzeiten führen kann. Die tatsächlich benötigte Anzahl von Datei-Handles und Prozessen variiert basierend auf den Daten und der Anzahl der ausgeführten Instanzen (Threads/Prozesse). Durch Festlegen eines Datei-Handle-Grenzwertes auf 65.535 und eines Prozessgrenzwertes auf 25.059 stellen Sie den ordnungsgemäßen Betrieb des Systems sicher.
Für Datei-Handles und Prozesse unter Linux sind harte und weiche Grenzwerte festgelegt. Zum Festlegen der harten Grenzwerte verwenden Sie den Befehl ulimit -Hn -Hu (oder limit -h descriptors bei Verwendung von CSH). Zum Festlegen der weichen Grenzwerte verwenden Sie den Befehl ulimit -Sn -Su (oder limit-Deskriptoren bei Verwendung von CSH).
Zum Erhöhen der weichen und harten Grenzwerte müssen Sie die Datei /etc/security/limits.conf mit Berechtigung als Superuser in einem Editor bearbeiten. Sie können der Datei beispielsweise vier Zeilen wie folgt hinzufügen und die Grenzwerte ändern:
<ArcGIS Server installation user> soft nofile <file limit>
<ArcGIS Server installation user> hard nofile <file limit>
<ArcGIS Server installation user> soft nproc <process limit>
<ArcGIS Server installation user> hard nproc <process limit>
Im Anschluss an diese Änderung müssen Sie sich abmelden und dann wieder mit dem entsprechenden Benutzernamen anmelden, damit die neuen Werte übernommen werden. Wenn Sie überprüfen möchten, ob die Grenzwerte ordnungsgemäß geändert wurden, verwenden Sie die Befehle ulimit -Hn -Hu und ulimit -Sn -Su wie oben beschrieben.
Wenn Sie "SystemD" zum Starten und Beenden des ArcGIS-Server-Service mit Bootstrap verwenden, überprüfen Sie, ob die Grenzwerte "DefaultLimitNOFILE" und "DefaultLimitNPROC" in der Datei /etc/systemd/system.conf auf "65536" bzw. "25059" festgelegt sind.
SELinux-Unterstützung
Das SELinux-Modul (Security Enhanced Linux) wird auf Computern unterstützt, auf denen ArcGIS Server ausgeführt wird. Da ArcGIS Server möglicherweise durch die Standardrichtlinie von SELinux am Zugriff auf interne Komponenten wie den Konfigurationsspeicher gehindert wird, muss die SELinux-Richtlinie ggf. von den Administratoren geändert werden. Legen Sie dazu den SELinux-Richtlinienmodus vorübergehend auf permissive fest. Dadurch werden die Richtlinienverstöße – wie z. B. die von ArcGIS Server durchgeführten Aktionen, um auf die internen Verzeichnisse zuzugreifen – aufgezeichnet, aber zugelassen. Administratoren können die Verstöße durch ArcGIS Server festhalten und die Konfiguration der SELinux-Richtlinie so ändern, dass sie zulässig sind, bevor sie den Richtlinienmodus auf enforced zurücksetzen.
Portal for ArcGIS
Portal for ArcGIS spielt eine zentrale Rolle beim Organisieren und Freigeben von Informationen in Ihrer Organisation. Es ist der zentrale Knotenpunkt von ArcGIS Enterprise, über den Mitglieder auf ihre Organisation zugreifen können, um Karten, Apps und räumliche Daten zu erstellen und für Mitarbeiter freizugeben.
Hardwareanforderungen
Für die Installation von Portal for ArcGIS bestehen folgende Mindestanforderungen an die Hardware:
Prozessor: Mindestens 2 Kerne für Entwicklungs- und Testzwecke, mindestens 4 Kerne für Produktionssysteme (empfohlen)
Speicher/RAM: 8 GB
Festplattenspeicher: 30 GB
Alle Inhalte, die von Benutzern erstellt wurden, werden außerdem auf der Festplatte gespeichert. Wägen Sie sorgfältig ab, wie Daten von Benutzern hochgeladen und erstellt werden sollen, und weisen Sie den Speicherplatz entsprechend zu. Bei Bedarf können Sie das Verzeichnis ändern, in dem das Portal Inhalte speichert, nachdem Sie die Software installiert haben.
Anforderungen an das Dateisystem
Unter Linux-Betriebssystemen wird mit dem Dateisystem des Typs ext3 die Anzahl an Element-Unterordnern auf 32.000 begrenzt. Das heißt, dass Ihr Portal höchstens 32.000 Elemente aufnehmen kann. Bei Erreichen dieser Höchstgrenze können keine weiteren Elemente zu Portal for ArcGIS hinzugefügt werden. Es wird empfohlen, das Installationsverzeichnis zu aktualisieren oder es in ein Dateisystem des Typs ext4 oder xfs zu verschieben, das diese Begrenzung nicht aufweist. Außerdem muss das Dateisystem vom Betriebssystem-Provider unterstützt werden.
Hinweis:
Das Dateisystem btrfs wird nur dann unterstützt, wenn ausreichend Festplattenspeicher für die durch btrfs verwendeten Metadaten verfügbar ist. Führen Sie zur Bestätigung den folgenden Befehl aus: btrfs filesystem df /.
Grenzwerte für Datei-Handles
Um das Portal ordnungsgemäß auszuführen, müssen für den Installationsbenutzer die Grenzwerte für Dateihandles mindestens auf 65.535 festgelegt werden. Ein Diagnosewerkzeug für die Installation überprüft, ob die Grenzwerte in der Datei /etc/security/limits.conf ordnungsgemäß festgelegt sind. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt die Diagnoseprüfung einen Fehler aus.
Für Dateihandles unter Linux sind harte und weiche Grenzwerte festgelegt. Um die Grenzwerte zu bestimmen, verwenden Sie die folgenden Befehle:
Weicher Grenzwert:
ulimit -SnHarter Grenzwert:
ulimit -Hn
Zum Erhöhen der weichen und harten Grenzwerte müssen Sie die Datei /etc/security/limits.conf mit Berechtigung als Superuser in einem Editor ändern. Fügen Sie der Datei beispielsweise zwei Zeilen wie folgt hinzu:
<Portal for ArcGIS installation user> soft nofile <file handle limit>
<Portal for ArcGIS installation user> hard nofile <file handle limit>
Melden Sie sich im Anschluss an diese Änderung ab und dann wieder mit dem Benutzernamen an, damit die neuen Werte übernommen werden. Wenn Sie überprüfen möchten, ob die Grenzwerte ordnungsgemäß geändert wurden, verwenden Sie die Befehle ulimit -Sn und ulimit -Hn wie oben beschrieben.
Wenn Sie "SystemD" zum Starten und Beenden des Portal for ArcGIS-Service mit Bootstrap verwenden, überprüfen Sie, ob die Grenzwerte "DefaultLimitNOFILE" und "DefaultLimitNPROC" in der Datei /etc/systemd/system.conf auf "65536" bzw. "25059" festgelegt sind.
ArcGIS Data Store
Jeder ArcGIS Data Store-Typ benötigt unterschiedliche Mengen an Arbeitsspeicher, Festplattenspeicher und anderen Ressourcen, und je nach Anzahl der Benutzer und Workloads, die er im System unterstützt, kann der jeweilige Typ entweder relativ wenig oder erhebliche Mengen an Ressourcen verbrauchen. Es muss unbedingt sichergestellt werden, dass die Computer über ausreichende Ressourcen für die gesamte Software, alle Daten und den gesamten Netzwerkverkehr verfügen, die sie voraussichtlich verbrauchen werden. Andernfalls können Ressourcenkonflikte dazu führen, dass die Data Stores nicht mehr funktionieren.
Der Data Store vom Typ "relational" verwendet das Gebietsschema des Betriebssystems des Computers, auf dem die Installation durchgeführt wird. Für den Data Store vom Typ "relational" werden nur Gebietsschemas unterstützt, die ASCII-Zeichen verwenden.
Erforderlicher Speicherplatz
- Für ArcGIS Data Store sind mindestens 13 GB freier Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk erforderlich.
Dies ist der minimale Speicherplatz für einen Computer mit einem einzigen leeren Data Store. Dabei werden nicht die im Data Store gespeicherten Daten oder auf dem Computer gespeicherte Sicherungsdateien berücksichtigt. Daher müssen Sie die Installation von ArcGIS Data Store auf Computern planen, die über viel freien Speicherplatz verfügen.
Um den benötigten Speicherplatz auf einem dedizierten ArcGIS Data Store-Computer zu ermitteln, müssen Sie Folgendes berücksichtigen:
- Die Softwareinstallation erfordert 4,8 GB freien Speicherplatz.
- Die Softwareinstallation erfordert 5,2 GB freien Speicherplatz.
Für die Erstellung von Data Stores wird ebenfalls Speicherplatz benötigt, auch wenn sie leer sind:
Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" = 200 MB
Graph Store = 100 MB
Objektspeicher = 500 MB
Data Store vom Typ "relational" = 2,5 GB*
*Ein leerer Data Store vom Typ "relational" benötigt im Laufe der Zeit bis zu 2,5 GB Speicherplatz, um hohe Verfügbarkeit und eine zuverlässige Sicherungsrichtlinie zu unterstützen. Für die Konfiguration des Data Store vom Typ "relational" werden ca. 200 MB Speicherplatz benötigt. Der vom leeren Data Store vom Typ "relational" benötigte Speicherplatz wächst im Verlauf von 11 Stunden pro Stunde um ca. 200 MB bis er zu diesem Zeitpunkt 2,5 GB erreicht hat. Zusätzlich zu diesen grundlegenden Speicherplatzanforderungen kommen die Daten hinzu, die während der Verwendung im System gespeichert werden.
Beim Konfigurieren oder Aktualisieren eines Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" müssen auf jedem Computer mindestens 20 Prozent des Festplattenspeichers für temporäre Dateien zur Verfügung stehen.
Außerdem müssen Sie den Speicherplatz einschätzen, der für die in den Data Stores gespeicherten Daten benötigt wird. Die oben angegebenen Zahlen stehen für den Mindestspeicherbedarf der leeren Data Stores. Mit dieser Menge an freiem Speicherplatz kann der Data Store erstellt werden. Für dessen Verwendung ist zusätzlicher Speicherplatz erforderlich.
Auf dem Data-Store-Computer gespeicherte Sicherungsdateien belegen ebenfalls Speicherplatz. Falls Sie bei der Konfiguration nicht festlegen, dass Sicherungen in einem freigegebenen Speicherort oder Cloud-Speicher erstellt werden sollen, müssen Sie diesen zusätzlichen Speicherplatz ebenfalls mit einkalkulieren.
Sie sollten die ArcGIS Data Store-Protokolle überwachen, damit Sie rechtzeitig bemerken, wenn auf einem Computer der freie Festplattenspeicher zur Neige geht. Wenn auf einem Computer mit einem Data Store vom Typ "relational", Big Data Store vom Typ "spatiotemporal", Objektspeicher oder Graph Store weniger als 10 GB freier Speicherplatz vorhanden sind, gibt ArcGIS Data Store Warnungen aus, dass der Speicherplatz nicht ausreicht. Die Administratorkontakte in dieser Liste werden per E-Mail benachrichtigt, wenn nur noch wenig Speicherplatz auf den Computern zur Verfügung steht, sofern die E-Mail-Einstellungen für das Portal entsprechend konfiguriert sind. Sobald auf der Festplatte weniger als 5 GB freier Speicherplatz verfügbar sind, werden der Data Store vom Typ "relational", der Objektspeicher und der Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" in den schreibgeschützten Modus versetzt, während der Graph Store beendet wird. Daraufhin erhalten die Administratorkontakte eine weitere E-Mail, in der sie darüber informiert werden, dass sich der Data Store im schreibgeschützten Modus befindet bzw. beendet wurde.
Erforderlicher Arbeitsspeicher
Der erforderliche Mindestspeicher zum Konfigurieren eines einzelnen leeren ArcGIS Data Store auf einem Computer variiert je nach Typ. Nur wenn die Mindestanforderungen an freien Arbeitsspeicher erfüllt sind, kann der Data Store gestartet werden. Bei laufender Verwendung ist zusätzlicher Arbeitsspeicher erforderlich.
Bei den folgenden Mindestspeicheranforderungen wird vorausgesetzt, dass Sie den ArcGIS Data Store jedes Typs auf einem eigenen Computer installieren, dass also auf dem Computer kein Data Store eines anderen Typs und keine andere ArcGIS Enterprise-Komponente installiert wird. Die Angaben beziehen sich auf die Menge an freiem Arbeitsspeicher, die auf dem Computer verfügbar sein muss, bevor ArcGIS Data Store installiert und ein Data Store konfiguriert wird.
Data Store vom Typ "relational" = 8 GB*
Objektspeicher = 16 GB
Hinweis:
Für gute Performance benötigt der Objektspeicher mindestens 32 GB freien Speicherplatz.
Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" = 16 GB
Graph Store = 32 GB
Grenzwerte für Datei-Handles und Prozesse
ArcGIS Data Store ist ein datenintensives Produkt, und viele seiner Datenformate enthalten Hunderttausende Dateien. In stark genutzten Systemen kann es vorkommen, dass tausende oder zehntausende Dateien gleichzeitig verwendet werden. Wenn nicht genügend Datei-Handles und Prozesse vorhanden sind, kann der Data Store nicht gestartet werden. Wenn die Prozesse und Datei-Handles zum Starten ausreichen, werden Anforderungen ggf. nicht mehr verarbeitet, wenn Daten geladen wurden und Benutzer beginnen, auf Services zuzugreifen, was zu Systemausfallzeiten führen kann. Die tatsächlich benötigte Anzahl von Datei-Handles und Prozessen variiert basierend auf den Daten und der Anzahl der ausgeführten Instanzen (Threads oder Prozesse).
Für Datei-Handles, Dateigrößen und Prozesse unter Linux sind harte und weiche Grenzwerte festgelegt. Zum Festlegen der harten Grenzwerte verwenden Sie den Befehl ulimit -Hn -Hu (oder limit -h descriptors bei Verwendung von CSH). Zum Festlegen der weichen Grenzwerte verwenden Sie den Befehl ulimit -Sn -Su (oder limit-Deskriptoren bei Verwendung von CSH).
Der minimale Grenzwert für Datei-Handles beträgt 65.535 für Data Stores vom Typ "relational" und 65.536 für Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal". Der minimale Grenzwert für Prozesse beträgt für Data Stores vom Typ "relational" und Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" 25.059. Bei diesen Minimaleinstellungen ist lediglich gewährleistet, dass ArcGIS Data Store gestartet werden kann. Damit das System weiter ausgeführt werden kann, empfiehlt es sich, höhere Grenzwerte festzulegen.
Legen Sie für Graph Stores die Grenzwerte für Datei-Handles und Prozesse auf unlimited fest.
Die Standardgrenzwerte für Linux-Dateihandles sind für den Objektspeicher ausreichend.
Zum Erhöhen der weichen und harten Grenzwerte müssen Sie die Datei /etc/security/limits.conf mit Berechtigung als Superuser in einem Editor ändern. Welche Zeilen und Einstellungen Sie zur Datei hinzufügen müssen, hängt vom Typ des Data Stores, den Sie konfigurieren, ab.
Im nächsten Abschnitt finden Sie die Einstellungen in der Datei /etc/security/limits.conf für Computer mit einem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal".
Das folgende Beispiel gilt für einen Computer mit einem Data Store vom Typ "relational". Ersetzen Sie die Grenzwerte durch Zahlen, die für Ihre Zwecke geeignet sind.
<ArcGIS Data Store installation user> soft nofile <file limit>
<ArcGIS Data Store installation user> hard nofile <file limit>
<ArcGIS Data Store installation user> soft nproc <process limit>
<ArcGIS Data Store installation user> hard nproc <process limit>
<ArcGIS Data Store installation user> ist der Anmeldename, den Sie für die Installation von ArcGIS Data Store verwenden.
Melden Sie sich mit dem in Benutzer, den Sie als <ArcGIS Data Store installation user> angegeben haben, wieder an, damit die Grenzwerte für Datei-Handles und Prozesse wirksam werden. Wenn Sie überprüfen möchten, ob die Grenzwerte ordnungsgemäß geändert wurden, verwenden Sie die Befehle ulimit -Hn -Hu und ulimit -Sn -Su wie oben beschrieben.
Wenn Sie "SystemD" zum Starten und Beenden des ArcGIS Data Store-Service mit Bootstrap verwenden, überprüfen Sie, ob die Grenzwerte "DefaultLimitNOFILE" und "DefaultLimitNPROC" in der Datei /etc/systemd/system.conf auf "65536" bzw. "25059" festgelegt sind.
Nach dem Ändern der Grenzwerte für Datei-Handles und Prozesse müssen Sie ArcGIS Data Store neu starten.
Umgebungseinstellungen für Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal"
Mit Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal" lassen sich große Mengen an Feature-Daten speichern und abrufen. Um dies zu erreichen, sind zusätzliche Umgebungseinstellungen für Data Stores dieses Typs erforderlich.
Wie im vorherigen Abschnitt erwähnt, sind 65.536 bzw. 25.059 die Minimaleinstellungen der Grenzwerte für Datei-Handles bzw. Prozesse für Big Data Stores vom Typ "spatiotemporal". Zusätzlich müssen Sie eine unbegrenzte Dateigröße und einen unbegrenzten virtuellen Speicher festlegen.
Alle diese Grenzwerte müssen Sie in der Datei /etc/security/limits.conf festlegen. Das folgende Beispiel zeigt die Einstellungen der Grenzwerte für Datei-Handles und Prozesse, der Dateigröße und des virtuellen Speichers in der Datei /etc/security/limits.conf auf Computern mit einem Big Data Store vom Typ "spatiotemporal":
<ArcGIS Data Store installation user> soft nofile <file limit>
<ArcGIS Data Store installation user> hard nofile <file limit>
<ArcGIS Data Store installation user> soft fsize unlimited
<ArcGIS Data Store installation user> hard fsize unlimited
<ArcGIS Data Store installation user> soft nproc <process limit>
<ArcGIS Data Store installation user> hard nproc <process limit>
<ArcGIS Data Store installation user> soft as unlimited
<ArcGIS Data Store installation user> hard as unlimited
<ArcGIS Data Store installation user> ist der Anmeldename, den Sie für die Installation von ArcGIS Data Store verwenden.
Melden Sie sich mit dem in Benutzer, den Sie als <ArcGIS Data Store installation user> angegeben haben, wieder an, damit die Grenzwerte für Datei-Handles und Prozesse wirksam werden. Wenn Sie überprüfen möchten, ob die Grenzwerte ordnungsgemäß geändert wurden, verwenden Sie die Befehle ulimit -Hn -Hu und ulimit -Sn -Su wie oben beschrieben.
Als Nächstes ändern Sie die folgenden Systemeinstellungen für den virtuellen Speicher:
vm.max_map_countmuss mindestens 262144 sein. Wenn Sie diese Einstellung nicht vornehmen, erhalten Sie möglicherweise Ausnahmen aufgrund von unzureichendem Arbeitsspeicher.vm.swappinessmuss auf "1" festgelegt sein, anderenfalls wird die Performance des Big Data Store vom Typ "spatiotemporal" beeinträchtigt.
Die Einstellungen für den virtuellen Speicher gelten nicht für den ArcGIS Data Store-Installationsbenutzer, sondern für das gesamte System. Um die Einstellungen für den virtuellen Speicher zu konfigurieren, müssen Sie die Datei /etc/sysctl.conf mit folgenden Werten für den virtuellen Speicher aktualisieren. Ersetzen Sie die Kartenanzahl durch eine Zahl, die für Ihre Zwecke geeignet ist.
vm.max_map_count = <map count>
vm.swappiness = 1
Nach dem Ändern der Grenzwerte für Prozesse, Dateien und virtuellen Speicher müssen Sie ArcGIS Data Store neu starten.
Mindestanforderungen an die CPU-Architektur für Graph Stores
Die Prozessoren der Computer, auf denen Sie den Graph Store installieren, müssen die Befehlssatzarchitektur Advanced Vector Extension 2 (AVX2) verwenden.
ArcGIS Web Adaptor
ArcGIS Web Adaptor ist eine optionale Komponente von ArcGIS Enterprise, die die Integration von Komponenten in den vorhandenen Webserver und die Sicherheitsmechanismen der Organisation ermöglicht. ArcGIS Web Adaptor ist erforderlich, wenn die Authentifizierung auf Webebene konfiguriert wird, z. B.: Integrierte Windows Authentifizierung (IWA), Basis-Authentifizierung mit dem Lightweight Directory Access Protocol (LDAP) oder Clientzertifikatauthentifizierung. ArcGIS Web Adaptor kann auch in einen Netzwerkpfad integriert werden, der andere Reverse-Proxy- oder Load-Balancer-Komponenten umfasst.
Weitere Informationen über ArcGIS Web Adaptor, die Auswirkungen auf die ArcGIS Enterprise-Organisations-URL und die Verwendung von Drittanbieterlösungen finden Sie unter folgenden Themen:
ArcGIS Web Adaptor (Java Platform)
ArcGIS Web Adaptor (Java Platform) kann auf einem Windows- oder Linux-Computer installiert und in Apache Tomcat 10.1.x integriert werden.
ArcGIS Web Adaptor (Java Platform) unterstützt Java 11 oder höher, abhängig von der Java-Compliance-Stufe von Apache Tomcat 10.1.x, auf dem Web Adaptor bereitgestellt wird.
- Wenn Sie eine lokalisierte Version von ArcGIS Web Adaptor unter Linux ausführen, befolgen Sie die Anweisungen für Ihr Betriebssystem, um sicherzustellen, dass die entsprechenden Sprachdateien installiert sind.
ArcGIS Web Adaptor (IIS)
ArcGIS Web Adaptor (IIS) kann auf einem Microsoft Windows-Computer installiert und in einen IIS-Webserver (Internet Information Server) integriert werden. Vor der Installation von ArcGIS Web Adaptor müssen Sie die IIS-Komponenten aktivieren.
Die folgenden Voraussetzungen müssen auf dem Computer, auf dem ArcGIS Web Adaptor (IIS) installiert werden soll, erfüllt sein:
Sie müssen das Windows-Hostingbundle für ASP.NET Core Runtime installieren, das Unterstützung für .NET Runtime und IIS enthält.
Wenn Sie das Windows-Hostingbundle für ASP.NET Core Runtime vor der Aktivierung von ISS und den erforderlichen Komponenten installiert haben, müssen Sie die Installation des Bundles mit dem Bundle-Installationsprogramm reparieren.
Unterstützte Webserver
Die für Windows-Betriebssysteme verfügbaren Versionen des IIS-Webservers werden für die Verwendung mit ArcGIS Web Adaptor (IIS) unterstützt.
- Aktualisierungen für diese Betriebssysteme und Webserver werden unterstützt, sofern nicht anders angegeben. Außerdem müssen die Betriebssystemversion und dessen Aktualisierungen vom Anbieter des Anwendungs- oder Webservers unterstützt werden.
Hardwareanforderungen
ArcGIS Web Adaptor (IIS) erfordert mindestens 8 GB Arbeitsspeicher, wobei je nach Anzahl der installierten ArcGIS Web Adaptor-Instanzen und der Anzahl und Größe der empfangenen Anforderungen möglicherweise mehr benötigt wird.
Informationen zu hardwarebezogenen Aspekten beim Upgrade von ArcGIS Web Adaptor finden Sie unter Durchführen eines Upgrades für ArcGIS Web Adaptor.
Maximale Anzahl von Installationsinstanzen
Die maximale Anzahl an Instanzen von ArcGIS Web Adaptor (IIS), die auf einem Computer installiert werden können, hängt davon ab, wie Sie die erste ArcGIS Web Adaptor-Instanz installieren. Wenn Sie die erste Instanz mit dem Setup-Programm von Web Adaptor installieren, können Sie maximal 51 Instanzen derselben Version von ArcGIS Web Adaptor auf einem einzelnen Computer installieren. Wenn Sie jedoch die erste Instanz mit ArcGIS Enterprise Builder installieren, können Sie maximal 50 Instanzen derselben Version von ArcGIS Web Adaptor auf einem einzelnen Computer installieren. Wenn mehr Instanzen erforderlich sind, installieren Sie diese auf einem separaten Computer.
Wenn Sie frühere Versionen auf dem Computer installiert haben, müssen diese nicht deinstalliert werden. Sie können beispielsweise fünf Instanzen von ArcGIS Web Adaptor mit einer früheren Version und 51 Instanzen von ArcGIS Web Adaptor 12.1 auf demselben Computer installieren. Der Maximalwert gilt nur für Instanzen derselben Softwareversion.
ArcGIS Enterprise Builder
ArcGIS Enterprise Builder stellt eine ArcGIS Enterprise-Basisinstallation auf einem einzelnen Computer in lokalen Umgebungen bereit. Die Anforderungen für die Ausführung von ArcGIS Enterprise Builder sind nachfolgend aufgeführt.
Voraussetzung
Vor der Installation von ArcGIS Enterprise Builder sind bestimmte Voraussetzungen für die Installation von ArcGIS Web Adaptor zu erfüllen.
Erforderlicher Speicherplatz
Für ArcGIS Enterprise Builder (Linux) ist ein Speicherplatz von mindestens 52 GB erforderlich. Der während des Setups als Installationslaufwerk angegebene Speicherort muss einen freien Speicherplatz von mindestens 50 GB aufweisen, damit die Installation durchgeführt werden kann. Zusätzlich müssen 2 GB Speicherplatz im Verzeichnis /tmp des Systems vorhanden sein, um die Extraktion der Setupdateien zu ermöglichen.
- Für die nach der Installation hinzugefügten Daten sollte ein Produktionssystem mindestens 80 GB freien Festplattenspeicher auf jedem Computer der Bereitstellung haben. Informationen zum empfohlenen Festplattenspeicher für den Anwendungsserver, den Sie für die Integration mit ArcGIS Web Adaptor (Java Platform) verwenden, finden Sie ebenfalls in der Dokumentation des Anwendungsservers.
Für ArcGIS Enterprise Builder (Windows) sind 20 GB freier Festplattenspeicher auf dem Systemlaufwerk (in der Regel das
C:-Laufwerk) erforderlich, um Setupdateien bereitzustellen und Protokolldateien zu schreiben.Zusätzlich benötigt der Builder mindestens 50 GB freien Festplattenspeicher auf dem Installationslaufwerk, das Sie bei der Einrichtung angeben. Dieser Speicherplatz ist notwendig, um die Erstinstallation von Komponenten abzuschließen, und um Daten, Protokolle und Konfigurationsdateien zu speichern, wenn Ihre Basisbereitstellung erweitert wird.
Bei den meisten Benutzern muss mehr als 50 GB Speicherplatz auf dem Installationslaufwerk verfügbar sein. Ein Produktionssystem sollte mindestens 90 GB freien Festplattenspeicher auf jedem Computer der Bereitstellung haben.
Erforderlicher Arbeitsspeicher
Für die Installation sind mindestens 52 GB freier Festplattenspeicher erforderlich. Der während des Setups als Installationslaufwerk angegebene Speicherort muss einen freien Speicherplatz von mindestens 50 GB aufweisen, damit die Installation durchgeführt werden kann. Zusätzlich müssen 2 GB Speicherplatz im Verzeichnis /tmp des Systems vorhanden sein, um die Extraktion der Setupdateien zu ermöglichen.
Für die nach der Installation hinzugefügten Daten sollte ein Produktionssystem mindestens 80 GB freien Festplattenspeicher auf jedem Computer der Bereitstellung haben. Informationen zum empfohlenen Festplattenspeicher für den Anwendungsserver, den Sie für die Integration mit ArcGIS Web Adaptor (Java Platform) verwenden, finden Sie ebenfalls in der Dokumentation des Anwendungsservers.
Für die Installation werden mindestens 32 GB verfügbarer RAM empfohlen.
Für die Veröffentlichung von gehosteten Szenen-Layern und gehosteten 3D Tiles-Layern sollten Sie über mindestens 48 GB RAM verfügen. Sie müssen das Dienstprogramm "changedbproperties" ausführen, um die Heap-Größe für den Objektspeicher auf mindestens 16.000 MB zu erhöhen.
Firewall-Einstellungen
Jede Komponente in einer ArcGIS Enterprise-Bereitstellung kommuniziert über bestimmte Ports und setzt voraus, dass diese Ports auf jedem Computer verfügbar sind. Links zu weiteren Informationen finden Sie unter Erforderliche Ports.
Vertrauenswürdige Zertifikate
ArcGIS Enterprise-Bereitstellungen erfordern die Aktivierung von HTTPS auf dem Computer, auf dem die Basisbereitstellung installiert ist. Weitere Informationen finden Sie in den Schritten zum Aktivieren von HTTPS für den Webserver.
Wenn Sie einen IIS-Webserver für die Bereitstellung verwenden, erfahren Sie hier, wie Sie mit einem Beispielskript ein Domänenzertifikat erstellen können.
Portal for ArcGIS- und ArcGIS Server-Komponenten sind mit einem vorkonfigurierten selbstsignierten Zertifikat konfiguriert, mit dem Sie sie bei Inbetriebnahme testen und schnell überprüfen können, ob die Installation erfolgreich ausgeführt wurde. Es wird empfohlen, ein Zertifikat von einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle (CA) zu erwerben und diese Komponenten für dessen Verwendung zu konfigurieren. Das Zertifikat kann von einer internen (Unternehmens-) oder kommerziellen Zertifizierungsstelle signiert werden.
Es ist wichtig, dass Komponenten der ArcGIS-Bereitstellung, die über das Netzwerk mit Clients interagieren – z. B. ArcGIS Web Adaptor, ein Load Balancer oder ein Reverseproxyserver – so konfiguriert werden, dass sie ein Zertifikat von einer vertrauenswürdigen Unternehmens- oder kommerziellen Zertifizierungsstelle verwenden. Wenn Sie einen Verbund einer Server-Site planen, muss die externe URL für die Server-Site ein Zertifikat einer Zertifizierungsstelle sein.
Weitere Informationen finden Sie unter Sicherheitsempfehlungen.
Unterstützte Webbrowser
Die meisten ArcGIS Enterprise-Komponenten umfassen Schnittstellen, auf die Sie über einen Webbrowser zugreifen. Die folgenden Browser werden von den meisten Komponenten unterstützt:
Google Chrome Version 142 und höher
Microsoft Edge Version 142 und höher
Mozilla Firefox Version 146 und höher
Mozilla Firefox Version 140 (ESR)
Safari Version 18 und höher
Für Scene Viewer und szenenbasierte Apps gelten eigene Browser- und Hardwareanforderungen. Auch für einige ArcGIS-Apps gelten spezielle Anforderungen. Informationen finden Sie in der Dokumentation der einzelnen Apps.
Wenn Sie eine optimale Performance erzielen und den gesamten Funktionsumfang nutzen möchten, verwenden Sie eine der aktuellen Browserversionen, die weiter oben aufgeführt sind. Es werden nur WebGL2-fähige 64-Bit-Browser unterstützt. Die Website verwendet die lokalen Speicherfunktionen (vergleichbar mit Cookies) des Browsers. Wenn dieser Speicher deaktiviert ist, funktioniert die Website nicht ordnungsgemäß. Informationen zum Aktivieren des lokalen Speichers finden Sie in der Browser-Dokumentation.
DNS- und FQDN-Anforderungen
Der DNS (Domain Name Service) muss den FQDN (Fully Qualified Domain Name) des Computers enthalten, auf dem Portal for ArcGIS gehostet wird. Ebenso wird empfohlen, beim Verbinden von Server-Sites mit ArcGIS Enterprise für jede Server-Site, die verbunden werden soll, FQDN-Einträge einzubeziehen.
Hinweis:
Portal for ArcGIS unterstützt nur eine einzige Organisations-URL.
Optional können Sie den DNS so konfigurieren, dass ein Anzeigename für das Portal verwendet wird (z. B. friendly.example.com anstelle von portal.example.com). Weisen Sie dabei dem Portal-Computer den Namen zu, bevor Sie die Software installieren. Verwenden Sie anschließend beim Einrichten der Organisation den Anzeigenamen. Die folgenden Einrichtungsaktivitäten erfordern beispielsweise die Verwendung eines Anzeigenamens:
Konfigurieren Sie den ArcGIS Web Adaptor für das Portal.
Verbinden Sie eine ArcGIS-Server-Site mit Ihrem Portal.
Fügen Sie Portal for ArcGIS zum Reverseproxyserver Ihrer Organisation hinzu. Wenn Sie keinen Reverseproxyserver verwenden, empfiehlt es sich, dem Computer, auf dem ArcGIS Web Adaptor gehostet wird, einen Anzeigenamen zuzuweisen.
Achtung:
Wenn Sie nach dem Einrichten des Portals einen DNS-Anzeigenamen konfigurieren, können vorhandene Elemente im Portal möglicherweise nicht genutzt werden, da sie den Anzeigenamen nicht enthalten. Sie müssen jedes Element manuell neu erstellen, um es wieder verwenden zu können.
Unterstützte Datenbanken und Data Warehouses
Lesen Sie die Anforderungen für unterstützte Datenbanken und Data Warehouses, die bei ArcGIS-Server-Sites registriert werden können.
Für die meisten Datenbanken müssen Sie auf den ArcGIS Server-Computern, mit denen eine Verbindung hergestellt wird, einen ODBC-Client installieren und konfigurieren. Aus diesem Grund müssen Sie bei der Entscheidung, welches Betriebssystem Sie für die ArcGIS Server-Computer verwenden möchten, die von den ODBC-Treibern unterstützten Betriebssysteme berücksichtigen. Das Betriebssystem muss sowohl für ArcGIS Server als auch für den ODBC-Treiber unterstützt werden.
Informationen zur Unterstützung für Datenbank-Services und in der Cloud bereitgestellte Datenbanken finden Sie unter Anforderungen für die Verwendung von ArcGIS mit Datenbanken in der Cloud.
Erforderlicher Arbeitsspeicher
Für die Installation von ArcGIS Enterprise Builder sollten Sie über mindestens 32 GB Arbeitsspeicher (RAM) verfügen.
Für die Veröffentlichung von gehosteten Szenen-Layern und gehosteten 3D Tiles-Layern sollten Sie über mindestens 48 GB RAM verfügen. Sie müssen das Dienstprogramm
changedbpropertiesausführen, um die Heap-Größe für den Objektspeicher auf mindestens 16.000 MB zu erhöhen.
Informationen zum empfohlenen erforderlichen Arbeitsspeicher für den Anwendungsserver, den Sie für die Integration mit ArcGIS Web Adaptor (Java Platform) verwenden, finden Sie ebenfalls in der Dokumentation des Anwendungsservers.
Externer Zugriff
Wenn Sie Services von Esri nutzen, wie z. B. Grundkarten, Inhalte aus dem ArcGIS Living Atlas of the World und Daten aus ArcGIS Online, oder wenn Sie an einer verteilten Kollaboration mit einer ArcGIS Online-Organisation teilnehmen, muss der Computer, auf dem Portal for ArcGIS gehostet wird, über Internetzugang verfügen. Wenn die Bereitstellung keinen Zugriff auf das Internet hat, müssen Sie zusätzliche Konfigurationsschritte ausführen, um sicherzustellen, dass die Umgebung auf lokale Ressourcen verweist. Weitere Anweisungen dazu finden Sie unter Konfigurieren einer nicht verbundenen Bereitstellung.
Cloud-Unterstützung
Informationen zur Unterstützung für Datenbank-Services und in der Cloud bereitgestellte Datenbanken finden Sie unter Anforderungen für die Verwendung von ArcGIS mit Datenbanken in der Cloud.
Zusätzliche Systemanforderungen
Für jede ArcGIS Enterprise-Komponente, jeden Server, jede App und jedes Werkzeug gelten spezifische Anforderungen. Lesen Sie bei der Planung Ihrer Systemarchitektur die Seiten mit den Systemanforderungen für alle relevanten Bereiche, die Sie bereitstellen und nutzen möchten.