Punkt-Cluster suchen (GeoAnalytics Desktop Tools)
Zusammenfassung
Findet Cluster aus Punkt-Features im Umfeldrauschen basierend auf deren räumlicher oder raumzeitlicher Verteilung.
Weitere Informationen zur Funktionsweise der Dichte-basierten Cluster-Bildung
Abbildung

Verwendung
Die Eingabe für Punkt-Cluster suchen ist ein Punkt-Layer. Dieses Werkzeug extrahiert Cluster aus dem Eingabe-Punkt-Layer und identifiziert das Umgebungsrauschen.
Punkt-Cluster suchen erfordert, dass Eingabe-Punkt-Layer projiziert wird oder dass das Ausgabekoordinatensystem auf ein projiziertes Koordinatensystem festgelegt ist.
Für den Parameter Methode der Cluster-Bildung gibt es zwei Optionen. Definierte Entfernung (DBSCAN) verwendet den DBSCAN-Algorithmus und sucht anhand einer angegebenen Suchentfernung Cluster aus Punkten in enger Nachbarschaft. Automatische Anpassung (HDBSCAN) nutzt den Algorithmus "HDBSCAN" und ermittelt ähnlich wie DBSCAN Cluster aus Punkten unter Verwendung variierender Entfernungen, wodurch Cluster mit variierenden Dichten auf der Grundlage der Cluster-Wahrscheinlichkeit (oder Stabilität) ermöglicht werden. Bei Auswahl von DBSCAN werden Cluster entweder nur im zweidimensionalen Raum oder in Raum und Zeit gefunden. Wenn Sie die Option Zeit zum Suchen von Clustern verwenden auswählen, im Eingabe-Layer die Zeitoption aktiviert ist und der Zeittyp "Zeitpunkt" lautet, findet DBSCAN Cluster vom Typ "spatiotemporal", die sich, basierend auf einer angegebenen Suchentfernung und einer Suchdauer, in unmittelbarer Nähe befinden.
Der Parameter Minimale Anzahl Features pro Cluster wird je nach Methode zur Cluster-Bildung auf unterschiedliche Weise verwendet:
Definierte Entfernung (DBSCAN): Legt die Anzahl der Features fest, die sich innerhalb einer Suchentfernung von einem Punkt befinden müssen, damit dieser als Ausgangspunkt für die Cluster-Bildung verwendet werden kann. Die Ergebnisse können Cluster enthalten, deren Feature-Anzahl geringer ist als dieser Wert. Die Suchentfernung wird mit dem Parameter Suchentfernung festgelegt. Wenn Cluster anhand der Zeit ermittelt werden, ist Suchdauer erforderlich. Bei der Suche nach Cluster-Mitgliedern muss die Minimale Anzahl Features pro Cluster innerhalb der Suchentfernung und Suchdauer gefunden werden, damit ein Cluster gebildet werden kann. Hinweis: Die Entfernung und die Dauer stehen in keiner Beziehung zum Durchmesser oder zum Zeitraum der gefundenen Punkt-Cluster.
Automatische Anpassung (HDBSCAN): Legt die Anzahl der Features fest, die sich in der Nachbarschaft jedes Punktes befinden (einschließlich des Punktes), die beim Schätzen der Dichte berücksichtigt werden. Diese Zahl entspricht gleichzeitig der beim Extrahieren von Clustern zulässigen Mindestgröße für Cluster.
Dieses Werkzeug generiert eine Ausgabe-Feature-Class mit dem neuen ganzzahligen Feld
CLUSTER_ID, das den Cluster angibt, in dem sich das jeweilige Feature befindet. Das Standard-Rendering basiert auf dem FeldCOLOR_ID. Dabei wird jede Farbe mehreren Clustern zugewiesen. Durch wiederholtes Zuweisen der Farben lässt sich jeder Cluster visuell von seinen benachbarten Clustern unterscheiden.Wenn die Cluster-Bildungsmethode Definierte Entfernung (DBSCAN) mit der Option "Zeit" zum Suchen von Clustern vom Typ "spatiotemporal" verwendet wird, beinhalten die Ergebnisse zudem die folgenden Felder:
FEAT_TIME: Ursprünglicher Zeitpunkt der einzelnen Features.START_DATETIME—Startzeit des Zeitraums des Clusters, zu dem ein Feature gehört.END_DATETIME—Endzeit des Zeitraums des Clusters, zu dem ein Feature gehört.
Die Zeiteigenschaften des Ergebnis-Layers werden mithilfe der Felder
START_DATETIMEundEND_DATETIMEals Intervall festgelegt; dadurch wird gewährleistet, dass bei der Visualisierung von Clustern vom Typ "spatiotemporal" mit einem Zeitschieberegler alle Cluster-Mitglieder zusammen dargestellt werden. Diese Felder werden ausschließlich zur Visualisierung verwendet. Bei Rauschen-Features entsprechen die FelderSTART_DATETIMEundEND_DATETIMEdem FeldFEAT_TIME.Wenn Methode der Cluster-Bildung auf Automatische Anpassung (HDBSCAN) festgelegt ist, enthält die Ausgabe-Feature-Class zudem die folgenden Felder:
PROB—Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Feature in den zugewiesenen Cluster gehört.OUTLIER—Die Wahrscheinlichkeit, mit der ein Feature im eigenen Cluster ein Ausreißer ist. Je größer der Wert, umso wahrscheinlicher ist das Feature ein Ausreißer.EXEMPLAR—Die Features, die für die einzelnen Cluster am repräsentativsten sind. Diese Features sind durch den Wert 1 gekennzeichnet.STABILITY—Das Vorhandensein der einzelnen Cluster in einem Maßstabsbereich. Je größer der Wert, umso größer ist der Bereich der Abstandsmaßstäbe, in dem sich ein Cluster befindet.
Sie können die Performance des Werkzeugs Punkt-Cluster suchen verbessern, indem Sie einen oder mehrere der folgenden Tipps anwenden:
Legen Sie die Ausdehnungsumgebung so fest, dass nur die gewünschten Daten analysiert werden.
Wählen Sie eine geeignete Suchentfernung und Suchdauer aus. Eine geringere Suchentfernung oder ein kleinerer Radius kann bei denselben Daten eine bessere Performance liefern.
Verwenden Sie lokale Daten an der Stelle, an der die Analyse ausgeführt wird.
Dieses Geoverarbeitungswerkzeug wird unterstützt durch Spark. Bei Analysen auf Ihrem Desktop-Computer werden mehrere Kerne parallel verwendet. Weitere Informationen über die Ausführung der Analyse finden Sie unter "Überlegungen zu GeoAnalytics Desktop-Werkzeugen".
Bei der Ausführung von GeoAnalytics Desktop-Werkzeugen wird die Analyse auf Ihrem Desktop-Computer durchgeführt. Für eine optimale Performance sollten die Daten auf Ihrem Desktop verfügbar sein. Wenn Sie einen gehosteten Feature-Layer verwenden, wird empfohlen, ArcGIS GeoAnalytics Server zu verwenden. Wenn Ihre Daten nicht lokal verfügbar sind, dauert die Ausführung eines Werkzeugs bedeutend länger. Informationen zur Durchführung von Analysen mit Ihrem ArcGIS GeoAnalytics Server finden Sie unter GeoAnalytics-Werkzeuge.
Parameter
| Beschriftung | Erläuterung | Datentyp |
|---|---|---|
|
Eingabe-Punkt-Layer |
Die Point-Feature-Class, die die Punkt-Cluster enthält. |
Feature Layer |
|
Ausgabe-Feature-Class |
Eine neue Feature-Class mit den resultierenden Punkt-Clustern. |
Feature Class |
|
Methode der Cluster-Bildung |
Gibt die Methode an, die zum Definieren von Clustern verwendet wird.
|
String |
|
Minimale Anzahl Features pro Cluster |
Dieser Parameter wird unterschiedlich verwendet, je nachdem, welche der folgenden Methoden der Cluster-Bildung ausgewählt wird:
|
Long |
|
Suchentfernung |
Die maximal berücksichtigte Entfernung. Für die Cluster-Mitgliedschaft muss der für Minimale Anzahl Features pro Cluster angegebene Wert innerhalb dieser Entfernung gefunden werden. Einzelne Cluster werden um mindestens diese Entfernung voneinander getrennt. Wenn sich ein Feature in größerer Entfernung vom nächstliegenden Feature im Cluster befindet, wird es nicht in den Cluster aufgenommen. |
Linear Unit |
|
Zeit zum Suchen von Clustern verwenden (Optional) |
Gibt an, ob die Suche von Clustern mit DBSCAN anhand der Zeit erfolgt.
|
Boolean |
|
Suchdauer (Optional) |
Bei der Suche nach Cluster-Mitgliedern muss die angegebene minimale Anzahl Punkte innerhalb dieser Zeitdauer gefunden werden, damit ein Cluster gebildet werden kann. |
Time Unit |
Umgebungen
Ausgabe-Koordinatensystem, Ausdehnung, Aktueller Workspace
Lizenzierungsinformationen
- Basic: Nein
- Standard: Nein
- Advanced: Ja