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Lernprogramm: Erstellen von digitalen 2D-Luftbilddaten-Produkten in ArcGIS Pro mit ArcGIS Reality Server

Mit der Standard- oder Advanced-Lizenz verfügbar.

In ArcGIS Pro können Sie eine Verbindung zu ArcGIS Reality Server herstellen und digitale Luftbilddaten, die mit einer professionellen Kamera für die Kartenerstellung aufgenommen wurden, photogrammetrisch korrigieren, um geometrische Verzerrungen zu beseitigen, die durch den Sensor und den Terrainversatz verursacht werden. Nach der Korrektur dieser Effekte können Sie Reality-Mapping-Produkte generieren.

In diesem Lernprogramm richten Sie einen Reality-Mapping-Workspace zur Verwaltung einer Sammlung von Luftbilddaten ein. Sie werden eine Blockausgleichung durchführen und die Ergebnisse überprüfen. Danach generieren Sie Produkte vom Typ Digitales Oberflächenmodell (DSM), Digitales Terrain-Modell (DTM), True-Ortho und DSM-Mesh.

Die Berechnung der Photogrammetrie für Luftbilddaten wird durch deren innere und äußere Ausrichtung bestimmt. Die äußere Ausrichtung (Exterior Orientation, EO) stellt die Transformation vom Boden zur Kamera und die innere Ausrichtung (Interior Orientation, IO) die Transformation von der Kamera zum Bild dar. Zu den erforderlichen Parametern der äußeren Ausrichtung gehören unter anderem die Koordinaten des perspektivischen Mittelpunkts (x,y,z), und die Omega-, Phi- und Kappa-Winkel sind in einer Frame-Tabelle enthalten. Zu den Parametern der inneren Ausrichtung gehören unter anderem Brennweite, Pixelgröße, Hauptpunkt und Linsenverzerrung. Diese Informationen sind in dem mit den Bilddaten verknüpften Kamerakalibrierungsbericht verfügbar und müssen in einer Kameratabelle bereitgestellt werden.

Hinweis:

Voraussetzung für dieses Lernprogramm ist ArcGIS Reality Server. Informationen zur Konfiguration von Reality Server finden Sie unter Installation von Reality Server.

Herstellen einer Verbindung mit ArcGIS Reality Server

Um Reality Server für die Verarbeitung Ihrer Daten in ArcGIS Pro nutzen zu können, müssen Sie zunächst eine Verbindung zu Reality Server herstellen.

  1. Öffnen Sie ArcGIS Pro, und klicken Sie auf dem Menüband auf die Registerkarte Projekt und dann auf die Seite Portale.

    Auf die Seite "Portale" können Sie auch über den Link "Portale verwalten" im Menü Anmelden zugreifen.

  2. Klicken Sie auf Portal hinzufügen.

  3. Geben Sie im Dialogfeld Portal hinzufügen die URL (https://webadaptorhost.domain.com/webadaptorname) des Portals ein, und klicken Sie auf OK.

  4. Melden Sie sich beim Portal an, indem Sie auf die Schaltfläche "Optionen" Weitere Optionen klicken, oder mit der rechten Maustaste auf das Portal klicken und dann auf Anmelden klicken. Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Kennwort ein.

  5. Um die neue Verbindung als aktives Portal festzulegen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die URL, und klicken Sie auf Als aktives Portal festlegen.

  6. Nachdem Sie sich erfolgreich bei Ihrem Portal angemeldet haben, wird Ihr Benutzername oben rechts in ArcGIS Pro angezeigt.

    Portalverbindung in ArcGIS Pro

Erstellen eines Reality-Mapping-Workspace

Ein Reality-Mapping-Workspace ist ein ArcGIS Pro-Teilprojekt, das für Reality-Mapping-Workflows vorgesehen ist. Es handelt sich um einen Container in einem ArcGIS Pro-Projektordner, der alle Ressourcen und abgeleiteten Dateien speichert, die zu einer einzelnen Bildsammlung gehören.

Für dieses Lernprogramm wird eine Sammlung digitaler Luftbilder zur Verfügung gestellt. Außerdem enthält das Lernprogramm Frame- und Kameratabellen.

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um einen Reality-Mapping-Workspace zu erstellen:

  1. Laden Sie das Dataset für das Lernprogramm herunter, und speichern Sie es unter C:\SampleData\Aerial Imagery.

    Wenn Sie die Daten in einem anderen Verzeichnis auf dem Computer speichern, aktualisieren Sie den Pfad in allen Einträgen in der Datei Nadir_FramesCam.csv.

    1. Entzippen Sie das Paket im Verzeichnis C:\SampleData\Aerial Imagery.
  2. Erstellen Sie in ArcGIS Pro ein Projekt mithilfe der Vorlage "Karte".

  3. Klicken Sie auf der Registerkarte Bilddaten in der Gruppe Reality-Mapping auf das Dropdown-Menü Neuer Workspace, und wählen Sie Neuer Workspace aus.

  4. Geben Sie im Fenster Workspace-Konfiguration einen Namen für den Workspace ein.

  5. Legen Sie Workspace-Typ auf Reality-Mapping fest.

  6. Wählen Sie im Dropdown-Menü Sensor-Datentyp die Option Luftbild – digital aus.

  7. Legen Sie Szenariotyp auf Nadir fest.

    Diese Einstellung wird für das Arbeiten mit Nadir-Bilddaten empfohlen.

  8. Wählen Sie im Dropdown-Menü Grundkarte den Eintrag Topografisch aus.

  9. Legen Sie den Faktor für parallele Verarbeitung fest.

    Hiermit wird die maximale Rechenleistung für die verteilte Verarbeitung festgelegt. Es wird empfohlen, einen Prozentausdruck zu verwenden. Wenn Sie beispielsweise über zwei Reality-Knoten verfügen, legen Sie den Faktor für parallele Verarbeitung auf 50 % fest, um einen Computer für die Blockausgleichung und die Erstellung von Reality-Mapping-Produkten zu nutzen.

  10. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Diese Bildsammlung auf dem Server verarbeiten, wenn Sie Reality Server verwenden möchten.

    Fenster "Workspace-Konfiguration" für die Verarbeitung digitaler Nadir-Bilder auf dem Server

  11. Übernehmen Sie alle anderen Standardwerte, und klicken Sie auf Weiter.

    Das Fenster Bildsammlung wird angezeigt.

  12. Navigieren Sie im Fenster Bildsammlung unter äußere Ausrichtung/Esri Frames-Tabelle zu dem Ordner der Lernprogramm-Daten auf Ihrem Computer und zu der Datei der Frames-Tabelle Nadir_FramesCam.csv.

    Diese Tabelle, die Informationen zu Frames und Kameras enthält, gibt Parameter an, die zum Berechnen der inneren und äußeren Ausrichtung für die Kamera und die Bilddaten verwendet werden. Im Prozess der Blockausgleichung werden diese ungefähren Werte für eine größere Genauigkeit optimiert.

    Vergewissern Sie sich, dass die in der Spalte raster der Frame-Tabellen-Datei aufgeführten Dateipfade mit dem Verzeichnis der Bilddateien auf Ihrem Computer übereinstimmen.

  13. Klicken Sie unter Kameras auf die Schaltfläche Importieren Importieren (generisch), navigieren Sie zum Ordner mit den Lernprogrammdaten auf Ihrem Computer, und wählen Sie die Datei Nadir_FramesCam.csv aus.

    Für dieses Lernprogramm werden die Esri Frame- und Kameratabellen als einzelne Datei im geeigneten Format bereitgestellt. Für andere Datasets müssen Sie die Tabellen möglicherweise erstellen und formatieren. Weitere Informationen finden Sie unter Rahmen-Tabellenschema.

  14. Stellen Sie sicher, dass die Werte für den Raumbezug und das Kameramodell korrekt sind.

    Die Standardprojektion für den Workspace wird auf der Grundlage der Bilddaten definiert. Diese Projektion muss mit den in der Frames-Tabelle verwendeten Koordinaten übereinstimmen, und sie bestimmt den Raumbezug für die von Ihnen erstellten Reality-Produkte. Für dieses Dataset verwenden Sie die in der Frames- und Kameratabelle definierte Projektion: XY – NAD83 2011 StatePlane California V FIPS 0405, VCS NAVD88 (Meters).

  15. Übernehmen Sie die anderen Standardwerte, und klicken Sie auf Weiter.

    Fenster "Bildsammlung"

  16. Übernehmen Sie im Fenster "LIDAR-Sammlung" die Standardwerte, und klicken Sie auf Weiter.

    Option "LIDAR-Sammlung"

  17. Klicken Sie im Fenster Data Loader-Optionen unter DEM auf die Schaltfläche "Durchsuchen", navigieren Sie zum Ordner mit den Lernprogrammdaten auf Ihrem Computer, und wählen Sie die Datei DEM_USGS_1m.tif aus.

  18. Übernehmen Sie die anderen Standardwerte, und klicken Sie auf Fertigstellen.

    Fenster "Data Loader-Optionen"

  19. Geben Sie im Fenster Remote-Prozess eine Beschreibung und Tags für den Image-Service ein, und klicken Sie auf Fertig stellen.

    Option "Remote-Prozess" für Reality-Mapping-Workspace

Nach der Erstellung des Workspace wird im Bereich Inhalt die Kategorie "Reality-Mapping" hinzugefügt, der der Image-Service für die Bildsammlung und der Service für abgeleitete Reality-Mapping-Produkte gespeichert werden.

Um die Bild-Footprints anzuzeigen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Bildsammlung im Bereich "Inhalt" > Eigenschaften > Anzeige, und aktivieren Sie die Option Footprints anzeigen.

Die erste Anzeige der Bilddaten im Workspace bestätigt, dass alle Bilder und notwendigen Metadaten für die Initialisierung des Workspace bereitgestellt wurden. Da die Bilder weder ausgerichtet noch ausgeglichen wurden, wird das Mosaik möglicherweise nicht geometrisch korrekt angezeigt.

Hinweis:

Möglicherweise müssen Sie die Ansicht stark vergrößern, um das Bild erkennen zu können.

Im ArcGIS Pro-Hauptmenü wird die neue Registerkarte Reality-Mapping hinzugefügt. Wenn Sie auf diese Registerkarte klicken, werden eine Reihe von für das Reality-Mapping vorgesehenen Werkzeugen und Workflows angezeigt. Die Schaltflächen in der Kategorie "Produkt" sind nicht verfügbar, da die Bilder noch nicht ausgeglichen wurden.

Durchführen einer Blockausgleichung

Nachdem Sie den Reality-Mapping-Workspace erstellt haben, führen Sie als nächsten Schritt eine Blockausgleichung mit den Werkzeugen in den Gruppen Ausgleichen und Optimieren durch. Die Blockausgleichung berechnet Verknüpfungspunkte, d. h. gemeinsame Punkte in Bereichen mit Bildüberlappung. Die Verknüpfungspunkte werden dann zur Berechnung der Orientierung von jedem Bild verwendet, was in der Photogrammetrie als äußere Orientierung bekannt ist.

Führen Sie die folgenden Schritte zum Durchführen einer Blockausgleichung aus:

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte Reality-Mapping in der Gruppe Ausgleichen auf Ausgleichen Ausgleichen.

Kamerakalibrierung durchführen ist für digitale Nadir-Luftbilddaten standardmäßig nicht aktiviert, da die meisten Sensoren für Luftbildaufnahmen kalibriert wurden und genaue Werte für die innere Orientierung in einem Kamerakalibrierungsbericht bereitstellen. Die automatische Kamerakalibrierung wird typischerweise für andere Arten von Daten angewendet, wie z. B. bei preiswerten Drohnenkameras, um die geometrischen Parameter der Kamera zu berechnen und zu optimieren. Dabei werden simultan die Ausrichtung und Bodenkoordinaten des Bildes bestimmt.

  1. Übernehmen Sie die Standardwerte für alle Einstellungen, und klicken Sie auf Ausführen.

    Ausgleichungseinstellungen

  2. Klicken Sie auf der Registerkarte Reality-Mapping in der Gruppe Überprüfen auf Protokollansicht Protokollansicht.

    Protokolldatei der Restwerte der Ausgleichung

    Die Einheit für den RMS-Fehler der Verknüpfungspunkte ist Pixel.

Überprüfen der Ausgleichungsergebnisse

Überprüfen Sie nach der Durchführung einer Blockausgleichung die Ergebnisse der Ausgleichung, und bewerten Sie die Qualität der Ausgleichung. Klicken Sie auf der Registerkarte Reality-Mapping in der Gruppe Überprüfen auf Ausgleichungsbericht, um Ausgleichungsstatistiken zu generieren. Der Ausgleichungsbericht enthält eine Aufzeichnung der Ausgleichung und allgemeine Qualitätskennzahlen des Verfahrens.

Tipp:

Eine Best Practice zur Verbesserung der absoluten Genauigkeit ist die Verwendung von Bodenpasspunkten (Ground Control Points, GCPs). Es waren jedoch keine GCPs verfügbar, und sie sind somit in dieser Ausgleichung nicht enthalten.

Ausgleichungsbericht

Generieren von Reality-Mapping-Produkten

Wenn die Blockausgleichung abgeschlossen ist, können 2D- und 3D-Bilddatenprodukte mit den Werkzeugen in der Gruppe Produkt auf der Registerkarte Reality-Mapping generiert werden. Mehrere Produkte können mit dem Reality-Mapping-Produktassistenten simultan generiert oder durch das Auswählen des geeigneten Produkt-Werkzeugs aus der Gruppe Produkt einzeln generiert werden. Die Produkttypen, die generiert werden können, hängen von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Sensordaten, der Flugkonfiguration und des Szenariotyps. Die Flugkonfiguration des Beispiel-Datasets ist "Nadir", was für 2D-Produkte, wie z. B. DSM, True-Ortho und DSM-Mesh, ideal ist.

Hinweis:

In diesem Lernprogramm werden nachfolgend zwei Varianten zum Generieren abgeleiteter Produkte beschrieben. In der einen Variante wird der Assistent "Mehrere Produkte" und in der zweiten Variante werden die in der Gruppe Produkt aufgeführten einzelnen Produktassistenten verwendet. Es wird empfohlen, dass Sie sich für eine der beiden Workflow-Varianten entscheiden, da das Durchführen beider Workflows für dieses Lernprogramm nicht erforderlich ist.

Generieren von Produkten mit dem Reality-Mapping-Assistenten "Mehrere Produkte"

Der Reality-Mapping-Produktassistent führt Sie durch den Workflow zum Erstellen eines oder mehrerer Reality-Mapping-Produkte in einem einzigen Vorgang. Die Produkte, die mit dem Reality-Mapping-Assistenten "Mehrere Produkte" erstellt werden können, umfassen "DSM", "True-Ortho", "DSM-Mesh", "Punktwolke" und "3D-Mesh". Alle generierten Produkte werden unter der Kategorie Reality-Mapping im Bereich Katalog in nach dem Produkt benannten Produktordnern gespeichert.

Führen Sie die folgenden Schritte durch, um Produkte mit dem Reality-Mapping-Assistenten "Mehrere Produkte" zu generieren:

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte Reality-Mapping in der Gruppe Produkt auf die Schaltfläche Mehrere Produkte.

    Das Fenster Reality-Mapping-Produktassistent wird angezeigt.

  2. Deaktivieren Sie im Bereich Produktgenerationseinstellungen das Kontrollkästchen 3D.

    In diesem Lernprogramm werden nur 2D-Produkte generiert.

  3. Deaktivieren Sie in der Kategorie "2D-Produkte" die Option Digitales Terrain-Modell (DTM).

    Das Generieren von DTM wird in einem separaten Lernprogramm behandelt.

  4. Klicken Sie auf die Schaltfläche Gemeinsame erweiterte Einstellungen.

    Das Dialogfeld Erweiterte Produkteinstellungen wird angezeigt, in dem Sie Parameter definieren können, die sich auf die zu generierenden Reality-Mapping-Produkte auswirken. Details zu den erweiterten Produkteinstellungen finden Sie unter der Option "Gemeinsame erweiterte Einstellungen".

    Die Werte für Qualität und Szenario werden automatisch auf Ultra bzw. Nadir festgelegt und sollten nicht geändert werden, um ein Optimum an Performance und Produktqualität zu erreichen.

  5. Übernehmen Sie die Standardeinstellungen für Pixelgröße, um Produkte in der Auflösung des Quellbildes zu generieren.

  6. Ändern Sie die Wert für Vorwärtsüberlappung (%) und Seitwärtsüberlappung (%) auf 80 bzw. 60.

  7. Klicken Sie für Produktgrenze auf die Schaltfläche Durchsuchen Durchsuchen, navigieren Sie zu der File-Geodatabase im Verzeichnis der Lernprogrammdaten, wählen Sie 2D_Pro_bdry aus, und klicken Sie auf OK.

    Aus den folgenden Gründen wird die Angabe einer Produktgrenze empfohlen:

    • Definieren der korrekten Ausgabeausdehnung: Wenn Sie keine Produktgrenze definieren, definiert die Anwendung automatisch eine Ausdehnung auf Grundlage verschiedener Dataset-Parameter, die möglicherweise nicht mit der Projektausdehnung übereinstimmen.

    • Beschleunigen der Verarbeitung: Wenn die erforderliche Produktausdehnung geringer als die Ausdehnung der Bildsammlung ist, wird durch das Definieren einer Produktgrenze die Verarbeitung beschleunigt, und die Ausgabe wird automatisch auf die durch die Grenze definierte Ausdehnung zugeschnitten.

    Erweiterte Einstellungen für mehrere Produkte

  8. Übernehmen Sie alle anderen Standardwerte, und klicken Sie auf OK.

    Das Dialogfeld Erweiterte Produkteinstellungen wird geschlossen, und der Bereich Produktgenerationseinstellungen des Reality-Mapping-Produktassistenten wird wieder angezeigt.

  9. Klicken Sie auf Weiter, um zum Bereich DSM-Einstellungen zu gehen, und vergewissern Sie sich, dass die Parameterwerte folgendermaßen aussehen:

    • Ausgabetyp: Mosaik

    • Resampling: Bilinear

  10. Klicken Sie auf Weiter, um zum Bereich True-Ortho-Einstellungen zu gehen, und vergewissern Sie sich, dass die Parameterwerte folgendermaßen aussehen:

    • Ausgabetyp: Mosaik

    • Resampling: Bilinear

  11. Klicken Sie auf Weiter, um zum Bereich DSM-Mesh-Einstellungen zu gelangen, und übernehmen Sie die Standardoptionen.

  12. Klicken Sie auf Fertigstellen, um den Prozess der Produktgenerierung zu starten.

    Sobald die Produktgenerierung abgeschlossen ist, werden die DSM-, DTM- und True-Ortho-Produkte automatisch zur 2D-Kartenansicht hinzugefügt. Im Bereich Katalog werden im Container "Reality-Mapping" die DSM-Mesh-Produkte zum Ordner "Meshes" und die True-Ortho-Produkte zum Ordner "Ortho" hinzugefügt. Um das generierte DSM-Mesh-Produkt zu visualisieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste im Ordner "Meshes" auf das DSM-Mesh für "RM_AerialTutorial", und klicken Sie im Dropdown-Menü auf "Hinzufügen zu neuer/neuem > Lokale Szene".

Sie können das Lernprogramm jetzt beenden oder damit fortfahren, abgeleitete Produkte mit den Optionen der einzelnen Produkte in der Gruppe Produkt zu generieren. Wenn Sie fortfahren, werden zuvor generierte Produkte überschrieben. Folgen Sie zum Erhalten zuvor erstellter Produkte den Anweisungen im oberen Abschnitt "Erstellen eines Reality-Mapping-Workspace", um einen neuen Reality-Mapping-Workspace zu erstellen, bevor Sie fortfahren.

Generieren eines DSM

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um ein DSM mit dem Reality-Mapping-Produktassistenten zu erstellen.

Hinweis:

Höhenwerte können abgeleitet werden, wenn die Bildsammlung eine große Menge an Überschneidungen aufweist, um die Stereopaare zu bilden. Eine typische Bildüberlappung, die zur Erzeugung von Punktwolken erforderlich ist, ist eine Vorwärtsüberlappung von 80 Prozent entlang einer Flugbahn und eine Überlappung von 60 Prozent zwischen Flugbahnen.

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte Reality-Mapping in der Gruppe Produkt auf die Schaltfläche DSM Schaltfläche für DSM-Produkt.

    Das Fenster Reality-Mapping-Produktassistent wird angezeigt.

  2. Klicken Sie auf Gemeinsame erweiterte Einstellungen.

    Das Dialogfeld Erweiterte Produkteinstellungen wird angezeigt, in dem Sie Parameter definieren können, die sich auf die zu generierenden Reality-Mapping-Produkte auswirken.

    Die Werte Qualität und Szenario werden automatisch festgelegt und sollten nicht geändert werden, um ein Optimum an Performance und Produktqualität zu erreichen. Wenn Sie jedoch ein Produkt mit reduzierter Auflösung generieren möchten, dann kann der Wert für Qualität entsprechend niedriger gewählt werden. Weitere Informationen zur Auswirkung verschiedener Qualitätseinstellungen auf die Produktgenerierung finden Sie unter Option "Gemeinsame erweiterte Einstellungen".

  3. Übernehmen Sie die Standardwerte für Pixelgröße, um Produkte in der Auflösung des Quellbildes zu generieren.

  4. Ändern Sie die Wert für Vorwärtsüberlappung (%) und Seitwärtsüberlappung (%) auf 80 bzw. 60.

  5. Wählen Sie für Produktgrenze in der Dropdown-Liste eine Feature-Class aus, die die Produktausdehnung angibt, oder klicken Sie auf die Schaltfläche Durchsuchen Durchsuchen, navigieren Sie zu der File-Geodatabase im Verzeichnis der Lernprogrammdaten, wählen Sie 2D_Pro_bdry aus, und klicken Sie auf OK.

    Aus den folgenden Gründen wird die Angabe einer Produktgrenze empfohlen:

    • Definieren der korrekten Ausgabeausdehnung: Wenn Sie keine Produktgrenze definieren, definiert die Anwendung automatisch eine Ausdehnung auf Grundlage verschiedener Dataset-Parameter, die möglicherweise nicht mit der Projektausdehnung übereinstimmen.

    • Beschleunigen der Verarbeitung: Wenn die erforderliche Produktausdehnung geringer als die Ausdehnung der Bildsammlung ist, wird durch das Definieren einer Produktgrenze die Verarbeitung beschleunigt, und die Ausgabe wird automatisch auf die durch die Grenze definierte Ausdehnung zugeschnitten.

  6. Übernehmen Sie alle anderen Standardwerte, und klicken Sie auf OK.

    Das Dialogfeld Erweiterte Produkteinstellungen wird geschlossen, und der Bereich Produktgenerationseinstellungen des Reality-Mapping-Produktassistenten wird wieder angezeigt.

  7. Klicken Sie auf Weiter, um zum Bereich DSM-Einstellungen zu gehen, und vergewissern Sie sich, dass die Parameterwerte folgendermaßen aussehen:

    • Ausgabetyp: Mosaik

    • Resampling: Bilinear

  8. Klicken Sie auf Fertigstellen, um den Prozess der Produktgenerierung zu starten.

    Sobald die Verarbeitung abgeschlossen ist, wird das DSM-Produkt zum Bereich Inhalt, der Kategorie Datenprodukte und der 2D-Kartenansicht hinzugefügt. Es wird außerdem zum Bereich Katalog, dem Container "Reality-Mapping" und dem Ordner des DEM hinzugefügt.

    Generiertes DSM

Erstellen eines DTM

Ein Digitales Geländemodell (Digital Terrain Model, DTM) ist ein digitales Höhen-Dataset der ebenen Erde. Objekte oberhalb der Bodenfläche, wie Bäume und Gebäude, werden herausgefiltert.

Führen Sie zum Generieren eines DTM die folgenden Schritte aus:

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte Reality-Mapping in der Gruppe Produkt auf die Schaltfläche DTM Schaltfläche "DTM-Produkt".

    Das Fenster Reality-Mapping-Produktassistent wird angezeigt.

  2. Klicken Sie auf Gemeinsame erweiterte Einstellungen.

    Das Dialogfeld Erweiterte Produkteinstellungen wird angezeigt, in dem Sie Parameter definieren können, die sich auf die zu generierenden Reality-Mapping-Produkte auswirken. Details zu den erweiterten Produkteinstellungen finden Sie unter der Option "Gemeinsame erweiterte Einstellungen".

  3. Führen Sie die Schritte 3 bis 6 des obigen Abschnitts "Generieren eines DSM" durch.

  4. Klicken Sie auf Weiter, um zum Bereich DTM-Einstellungen zu gelangen.

  5. Wählen Sie unter Bodenerkennungsmethode die Option Standard aus.

  6. Belassen Sie das Kontrollkästchen Vorhandenen Boden wiederverwenden deaktiviert, wenn Sie das DTM zum ersten Mal erstellen.

  7. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Punkte mit niedrigem Rauschen klassifizieren.

  8. Belassen Sie das Kontrollkästchen Vorhandene Punkte mit niedrigem Rauschen beibehalten deaktiviert, wenn Sie das DTM zum ersten Mal erstellen.

  9. Geben Sie optional einen Wert für Minimaltiefe unter dem Boden ein. Punkte, bei denen die Entfernung unter dem Boden größer als dieser Wert ist, werden als Punkte mit niedrigem Rauschen klassifiziert. Der Standardwert für Minimaltiefe unter dem Boden (m) ist 0,25 Meter.

  10. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Punkte mit hohem Rauschen klassifizieren.

  11. Belassen Sie das Kontrollkästchen Vorhandene Punkte mit hohem Rauschen beibehalten deaktiviert, wenn Sie das DTM zum ersten Mal erstellen.

  12. Geben Sie optional einen Wert für Minimalhöhe über dem Boden ein. Punkte, bei denen die Entfernung über dem Boden größer als dieser Wert ist, werden als Punkte mit hohem Rauschen klassifiziert. Der Standardwert für "Minimalhöhe über dem Boden" ist 100 Meter.

  13. Blenden Sie DTM-Interpolation ein, um alle verfügbaren Optionen anzuzeigen. In diesem Lernprogramm übernehmen wir alle Standardwerte.

  14. Klicken Sie auf Fertigstellen, um den Prozess der Produktgenerierung zu starten.

    Sobald die Verarbeitung abgeschlossen ist, wird das DTM-Produkt dem Bereich Inhalt, der Kategorie Datenprodukte und der 2D-Kartenansicht hinzugefügt. Es wird außerdem zum Bereich Katalog, dem Container "Reality-Mapping" und dem Ordner des DEM hinzugefügt.

    DTM wurde erstellt

Erstellen eines True-Ortho

Eine der Optionen der Gruppe Produkt unter Reality-Mapping ist True-Ortho. Ein True-Ortho ist ein orthorektifiziertes Bild ohne perspektivische Verzerrung, sodass überirdische Features nicht verzerrt werden und andere Features nicht verdecken. Zum Erstellen eines True-Ortho ist ein DSM erforderlich, das aus dem ausgeglichenen Block von überlappenden Bildern abgeleitet wird. Deshalb wird beim True-Ortho-Prozess ein DSM generiert, unabhängig davon, ob es zuvor als Produkt ausgewählt wurde. Das generierte True-Ortho-Bild wird im Ordner "Orthos" unter der Kategorie Reality-Mapping im Bereich Katalog gespeichert.

Führen Sie die folgenden Schritte durch, um ein True-Ortho mit dem Reality-Mapping-Produktassistenten zu generieren:

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte Reality-Mapping in der Gruppe Produkt auf die Schaltfläche True-Ortho Schaltfläche für True-Ortho-Produkt.

    Das Fenster Reality-Mapping-Produktassistent wird angezeigt.

  2. Klicken Sie auf Gemeinsame erweiterte Einstellungen.

    Das Dialogfeld Erweiterte Produkteinstellungen wird angezeigt, in dem Sie Parameter definieren können, die sich auf die von Ihnen generierten Reality-Mapping-Produkte auswirken. Eine ausführliche Beschreibung der erweiterten Produkteinstellungen finden Sie unter der Option "Gemeinsame erweiterte Einstellungen".

  3. Führen Sie die Schritte 3 bis 6 des obigen Abschnitts "Generieren eines DSM" durch.

  4. Klicken Sie auf Weiter, um zum Bereich True-Ortho-Einstellungen zu gehen, und vergewissern Sie sich, dass die Parameterwerte folgendermaßen aussehen:

    • Ausgabetyp: Mosaik

    • Resampling: Bilinear

    • NoData-Wert: Keine

  5. Klicken Sie auf Fertigstellen, um den Prozess der Produktgenerierung zu starten.

    Sobald die Verarbeitung abgeschlossen ist, wird das True-Ortho-Produkt zum Bereich Inhalt, der Kategorie Datenprodukte und der 2D-Kartenansicht hinzugefügt. Es wird außerdem zum Bereich Katalog, dem Container "Reality-Mapping" und dem Ordner "Ortho" hinzugefügt.

    Erstelltes True-Ortho

Generieren eines DSM-Mesh

Ein DSM-Mesh ist ein texturiertes 2,5D-Modell des Projektbereichs, in dem die ausgeglichenen Bilder auf einer TIN-Version (Triangulated Irregular Network) des aus den überlappenden Bildern in der Blockausgleichung extrahierten DSM drapiert werden. Der Reality-Mapping-Produktassistent vereinfacht die Erstellung des DSM-Mesh-Produkts durch einen optimierten Workflow mit vorkonfigurierten Parametern. Zum Erstellen eines DSM-Mesh-Produkts ist ein DSM erforderlich, das aus dem ausgeglichenen Block von überlappenden Bildern abgeleitet wird. Somit wird bei der Generierung des DSM-Mesh ein DSM generiert, auch wenn es nicht zuvor als separates Produkt ausgewählt wurde.

Führen Sie die folgenden Schritte durch, um ein DSM-Mesh mit dem Reality-Mapping-Produktassistenten zu generieren:

  1. Klicken Sie auf der Registerkarte Reality-Mapping in der Gruppe Produkt auf die Schaltfläche DSM-Mesh Schaltfläche für DSM-Mesh-Produkt.

    Das Fenster Reality-Mapping-Produktassistent wird angezeigt.

  2. Klicken Sie auf Gemeinsame erweiterte Einstellungen.

    Das Dialogfeld Erweiterte Produkteinstellungen wird angezeigt, in dem Sie Parameter definieren können, die sich auf die von Ihnen generierten Reality-Mapping-Produkte auswirken. Eine ausführliche Beschreibung der erweiterten Produkteinstellungen finden Sie unter der Option "Gemeinsame erweiterte Einstellungen".

  3. Führen Sie die Schritte 3 bis 6 des obigen Abschnitts "Generieren eines DSM" durch.

  4. Klicken Sie auf Weiter, um zum Bereich DSM-Mesh-Einstellungen zu gelangen.

  5. Übernehmen Sie die Standardwerte, und klicken Sie auf Fertigstellen, um den Prozess der Produktgenerierung zu starten.

    Das DSM-Mesh-Produkt wird nach Abschluss der Verarbeitung dem Bereich Katalog, dem Container "Reality-Mapping" und dem Ordner "Meshes" hinzugefügt.

  6. Um das generierte DSM-Mesh-Produkt zu visualisieren, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei 3D_Mesh.slpk im Ordner "Meshes", und klicken Sie im Dropdown-Menü auf Hinzufügen zu neuer/neuem > Lokale Szene.

    Generiertes DSM-Mesh

Zusammenfassung

In diesem Lernprogramm haben Sie einen Reality-Mapping-Workspace für digitale Nadir-Luftbilddaten erstellt und Werkzeuge auf der Registerkarte "Realilty-Mapping" verwendet, um in ArcGIS Pro eine photogrammetrische Ausgleichung mit Reality Server anzuwenden. Anschließend haben Sie Werkzeuge in der Gruppe "Produkte" verwendet, um DSM-, DTM-, True-Ortho- und DSM-Mesh-Produkte zu generieren.

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