Skip to main content

LAS extrahieren (3D Analyst Tools)

Zusammenfassung

Erstellt LAS-Dateien aus Punktwolkendaten in einem LAS-Dataset- oder Punktwolken-Szenen-Layer.

Abbildung

Abbildung: Werkzeug "LAS extrahieren"

Verwendung

  • Dieses Werkzeug erstellt .las- oder .zlas-Dateien aus einem LAS-Dataset, einer .slpk-Punktwolkendatei oder einem I3S-Punktwolken-Szenen-Layer-Service. Wenn es sich bei der Eingabe um ein LAS-Dataset handelt, wird für jede .las- bzw. .zlas-Datei, die im LAS-Dataset referenziert wird, eine Ausgabedatei erstellt. Handelt es sich bei der Eingabe um einen Punktwolken-Szenen-Layer, hängt die Anzahl an Ausgabedateien von der Anzahl der zu extrahierenden Punkte ab. Die Größe einer Ausgabedatei ist auf ungefähr 16,8 Millionen Punkte begrenzt. Einige Dateien können diesen Schwellenwert überschreiten oder eine geringere Anzahl von Punkten aufweisen.

  • Die Eingabepunktwolke kann gefiltert werden, um die zu extrahierenden Punkte auf Grundlage einer Kombination aus Klassifizierungscodes, Klassifizierungs-Flags und Rückgabewerten einzuschränken. Die Definition von Punktfiltern erfolgt, indem Sie den Layer in eine Karte oder Szene laden und die Filter im Dialogfeld Layer-Eigenschaften angeben. Punktfilter können auch mithilfe des Werkzeugs LAS-Dataset-Layer erstellen auf ein LAS-Dataset angewendet werden. Außerdem können Sie eine Teilmenge aus der Eingabepunktwolke extrahieren, indem Sie eine Verarbeitungsausdehnung und eine Extraktionsgrenze angeben. Wenn eine Verarbeitungsausdehnung mit einer Extraktionsgrenze angegeben wird, werden die Ausgabedateien auf Grundlage der Überschneidung der beiden Werte erstellt. Wenn weder Verarbeitungsausdehnung noch Extraktionsgrenze definiert sind, wird die gesamte Eingabepunktwolke verarbeitet.

  • Sie können nicht nur Punkte nach bestimmten Attributen filtern, sondern auch LAS-Punkte mithilfe des Steuerelements Höhenbereich in der Gruppe Filter des Menübands für einen LAS-Dataset-Layer nach Höhe filtern. Dieses Werkzeug berücksichtigt den in diesem Steuerelement eingestellten Höhenbereich.

  • Wenn es sich bei der Eingabe um ein LAS-Dataset handelt, weist die resultierende LAS-Datei dieselbe Version und dasselbe Punktdatensatzformat wie die Eingabedatei auf. Wenn es sich bei der Eingabe um einen I3S-Punktwolken-Szenen-Layer-Service oder eine .slpk-Datei handelt, wird die Ausgabe als LAS-Datei der Version 1.4 erstellt. Das Punktdatensatzformat hängt allerdings von den Attributen der Quellpunktwolke wie folgt ab:

    • Punktformat 6 findet Anwendung, wenn die Eingabe keine RGB- oder Nahinfrarotwerte enthält.

    • Punktformat 7 findet Anwendung, wenn die Eingabe RGB-Werte, jedoch keine Nahinfrarotwerte enthält.

    • Punktformat 8 findet Anwendung, wenn die Eingabe RGB- und Nahinfrarotwerte enthält.

    Wenn Sie andere LAS-Dateiversionen und Punktdatensatzformate verwenden möchten, können Sie diese durch die Verarbeitung der Ausgabedateien mit dem Werkzeug LAS konvertieren generieren.

  • Der Raumbezug einer .las-Datei wird i. d. R. in der Datei definiert. Wenn diese Information fehlt oder falsch ist, kann über eine .prj-Zusatzdatei der Raumbezug der LAS-Datei definiert werden. Die .prj-Datei muss sich an demselben Speicherort befinden wie die .las-Datei und auch denselben Namen haben wie die .las-Datei. Sofern vorhanden, setzt die .prj-Datei die Raumbezugsinformationen in der .las-Datei außer Kraft. Sie können .prj-Dateien für .las-Dateien mit fehlendem oder falsch definiertem Raumbezug erstellen, indem Sie das Werkzeug Projektion definieren für eine einzelne .las- oder .zlas-Datei bzw. das Werkzeug LAS-Dataset erstellen mit dem Parameter PRJ für LAS-Dateien erstellen verwenden.

  • Sie können das horizontale Koordinatensystem der Eingabepunktwolke in einen anderen Raumbezug projizieren, indem Sie die Umgebungseinstellung "Ausgabe-Koordinatensystem" angeben. Eine Konvertierung der Z-Einheit erreichen Sie, indem Sie die vertikalen Einheiten über ein vertikales Koordinatensystem definieren. Die vertikale Datumstransformation wird aktuell allerdings nicht unterstützt. Stellen Sie sicher, dass bei einer Konvertierung des horizontalen Koordinatensystems das ursprüngliche vertikale Koordinatensystem beibehalten wird.

  • LAS-Punkt-Datensätze werden häufig in der .las-Datei in einer binären Sequenz gespeichert, die nicht dem räumlichen Clustering der Punkte entspricht. Wenn Daten einer derartigen Verteilung abgefragt werden, kann dies zu einem weniger effizienten Zugriff auf die binären Datensätze führen, die die LAS-Punkte darstellen. Durch eine Neuanordnung der Punkte in der resultierenden .las-Datei werden die Daten für die Visualisierung und andere räumliche Operationen optimiert. Bei Aktivierung der Option für die Neuanordnung werden automatisch Statistiken berechnet. Wenn Sie die LAS-Punkte nicht neu anordnen, können Sie die Berechnung von Statistiken aktivieren oder deaktivieren. Durch die Berechnung von Statistiken werden räumliche Abfragen optimiert. Zudem wird eine Zusammenfassung der Klassencodes und Rückgabewerte bereitgestellt, die in der .las-Datei vorhanden sind. Im Gegenzug benötigt dieses Werkzeug jedoch etwas mehr Zeit für die Verarbeitung. Wenn die resultierenden .las-Dateien in ArcGIS nicht verwendet werden sollen, können Sie zur Beschleunigung des Werkzeugs die Berechnung von Statistiken deaktivieren.

  • Mit dem Parameter Extraktionsgrenze können Sie die Eingabepunktwolke auf eine unregelmäßige Form zuschneiden. Dieser Parameter unterstützt eine Polygongrenze, die ein zusammenhängendes Untersuchungsgebiet definiert, z. B. ein einzelnes Polygon-Feature, das eine relativ große Region abdeckt. Mehrere Polygone, die benachbarte Interessenbereiche repräsentieren, können als Eingabe bereitgestellt werden, das Grenz-Feature unterstützt jedoch keine Polygone, die eine große Anzahl kleiner Features wie Bäume oder Gebäude darstellen. Für ein effizientes Ausschneiden der Eingabepunktwolke werden mehrere Polygone zusammengeführt. Aus diesem Grund führt die Angabe eines Grenz-Features mit vielen kleinen Polygonen zur Beeinträchtigung der Performance und sollte deshalb vermieden werden.

Parameter

Beschriftung Erläuterung Datentyp

Eingabe-Punktwolke

Das LAS-Dataset, das Punktwolken-Szenen-Layer-Paket (.slpk-Datei) oder der I3S-Punktwolken-Szenen-Layer-Service, das bzw. der extrahiert wird. Bei einem I3S-Punktwolken-Service muss die Exporteigenschaft aktiviert sein, damit er verarbeitet werden kann.

LAS Dataset Layer; Scene Layer; File

Zielordner

Der vorhandene Ordner, in den die Ausgabe-LAS-Formatdateien geschrieben werden.

Folder

Verarbeitungsausdehnung

(Optional)

Die Ausdehnung der Daten, die ausgewertet werden sollen.

  • Aktuelle Anzeigeausdehnung Kartenansicht: Die Ausdehnung basiert auf der aktiven Karte oder Szene.

  • Ausdehnung darstellen Ausgleichen und Beenden: Die Ausdehnung basiert auf einem Rechteck, das auf der Karte oder Szene aufgezogen wurde.

  • Ausdehnung eines Layers Layer: Die Ausdehnung basiert auf einem aktiven Karten-Layer. Wählen Sie einen verfügbaren Layer aus, oder verwenden Sie die Option Ausdehnung von Daten in allen Layern. Jeder Karten-Layer bietet die folgenden Optionen:

    • Alle Features Alles auswählen: Die Ausdehnung aller Features.

    • Ausgewählte Features Bereich aus ausgewählten Features: Die Ausdehnung der ausgewählten Features.

    • Sichtbare Features Ausdehnungsindikator: Die Ausdehnung sichtbarer Features.

  • Durchsuchen Durchsuchen: Die Ausdehnung basiert auf einem Dataset.

  • Schnittmenge der Eingaben Überschneiden: Als Ausdehnung wird die überschneidende Ausdehnung aller Eingaben verwendet.

  • Vereinigungsmenge der Eingaben Vereinigen: Als Ausdehnung wird die kombinierte Ausdehnung aller Eingaben verwendet.

  • Zwischenablage Einfügen: Die Ausdehnung kann in die und aus der Zwischenablage kopiert werden.

    • Ausdehnung kopieren Kopieren: Kopiert die Ausdehnung und das Koordinatensystem in die Zwischenablage.

    • Ausdehnung einfügen Einfügen: Fügt die Ausdehnung und das Koordinatensystem aus der Zwischenablage ein. Wenn die Zwischenablage kein Koordinatensystem enthält, wird für die Ausdehnung das Koordinatensystem der Karte verwendet.

  • Ausdehnung zurücksetzen Zurücksetzen: Die Ausdehnung wird auf den Standardwert zurückgesetzt.

Wenn die Koordinaten manuell eingegeben wurden, dann müssen die Koordinaten numerische Werte sein und im Koordinatensystem der aktiven Karte liegen. Die Karte kann statt der angegebenen Koordinaten auch andere Anzeigeeinheiten verwenden. Verwenden Sie für die Koordinaten in Richtung Süden und Westen Werte mit negativem Vorzeichen.

Extent

Extraktionsgrenze

(Optional)

Eine Polygongrenze, die zum Ausschneiden der Eingabepunktwolke verwendet wird. Diese Grenze sollte ein primäres Untersuchungsgebiet darstellen, das in der Regel durch ein zusammenhängendes Polygon definiert ist, sie kann aber auch aus mehr als einem Polygon bestehen, wenn sie ein gemeinsames Untersuchungsgebiet mit einer relevanten räumlichen Lücke darstellt.

Feature Layer

Gesamte die Ausdehnung schneidende LAS-Dateien verarbeiten

(Optional)

Gibt an, wie die Verarbeitungsausdehnung angewendet wird.

  • AktiviertIf any portion of a .las file intersects the area of interest, all the points in that file, including those outside the area of interest, will be processed.

  • DeaktiviertOnly LAS points that intersect the area of interest will be processed. This is the default.

Boolean

Suffix für Ausgabedateiname

(Optional)

Der Text, der an den Namen jeder Ausgabe-.las-Datei angehängt werden soll. Jede Datei übernimmt ihren Basisnamen aus ihrer Quelldatei, gefolgt von dem Suffix, der in diesem Parameter angegeben wird.

String

Datensätze mit variabler Länge entfernen

(Optional)

Legt fest, ob Datensätze variabler Länge (Variable Length Records, VLRs) entfernt werden sollen. Jede .las-Datei kann verschiedene Datensätze mit variabler Länge enthalten, die von der Software, mit der die Datei erstellt wurde, hinzugefügt wurden. Die Bedeutung dieser Datensätze ist in der Regel nur der Ursprungssoftware bekannt. Sofern die Ausgabe-LAS-Daten nicht von einer Anwendung verarbeitet werden, die diese Informationen interpretieren kann, bietet die Beibehaltung der Datensätze variabler Länge wahrscheinlich keinen funktionalen Mehrwert. Durch Entfernen der VLRs lassen sich je nach Gesamtgröße und der Anzahl der Dateien, in denen sie enthalten sind, erhebliche Einsparungen beim Speicherplatz erzielen.

  • AktiviertThe additional variable length records will be removed from the .las files.

  • DeaktiviertAny data stored in the processed .las file's variable length records will not be removed and will remain in the extracted files. This is the default.

Boolean

Punkte neu anordnen

(Optional)

Gibt an, ob die Punkte in den .las- oder .zlas-Dateien neu angeordnet werden, um die Performance beim Lesen und Aktualisieren der Klassifizierung der Punktwolke zu optimieren.

  • AktiviertThe order of points will be rearranged into spatial clusters that optimize reading the data. Rearranged points can improve the performance of subsequent operations that are performed on the point cloud. This is the default.

  • DeaktiviertThe order of points will not be rearranged .

Boolean

Statistiken berechnen

(Optional)

Gibt an, ob für die vom LAS-Dataset referenzierten .las-Dateien Statistiken berechnet werden sollen. Durch das Berechnen von Statistiken wird ein räumlicher Index für jede .las-Datei bereitgestellt, wodurch sich die Analyse- und Darstellungs-Performance verbessert. Ferner werden durch Statistiken die Filter- und Symbolisierungsverfahren verbessert, da die Anzeige von LAS-Attributen, wie zum Beispiel Klassifizierungscodes und Rückgabeinformationen, auf die in der .las-Datei vorhandenen Werte begrenzt wird.

  • AktiviertStatistics will be computed. This is the default.

  • DeaktiviertStatistics will not be computed.

Boolean

Ausgabe-LAS-Dataset

(Optional)

Das Ausgabe-LAS-Dataset, das die neu erstellten .las-Dateien referenziert.

LAS Dataset

Komprimierung

(Optional)

Gibt an, ob die .las-Ausgabedatei in einem komprimierten oder im Standard-LAS-Format vorliegen soll.

  • Same As InputThe compression will be the same as the input. This option is only available when the input is a LAS dataset, and it is the default in that case.

  • No CompressionThe output will be in the standard LAS format (*.las file). This is the default when the input is a point cloud scene layer.

  • zLAS CompressionOutput .las files will be compressed in the zLAS format.

String

Abgeleitete Ausgabe

Beschriftung Erläuterung Datentyp

Ausgabeordner

Der Ordner, in dem die .las-Dateien gespeichert werden.

Folder

Umgebungen

Aktueller Workspace, Ausdehnung, Ausgabe-Koordinatensystem, Geographische Transformationen

Lizenzierungsinformationen

  • Basic: Erfordert 3D Analyst
  • Standard: Erfordert 3D Analyst
  • Advanced: Erfordert 3D Analyst