Iteration, häufig auch Wiederholung oder Batch-Verarbeitung genannt, bedeutet, dass ein Prozess immer wieder wiederholt wird, wobei ein gewisser Grad an Automatisierung zum Einsatz kommt. Die Iteration ist wichtig, da durch die Automatisierung von wiederkehrenden Tasks weniger Zeit und Aufwand erforderlich ist, um die Tasks auszuführen. Mit der Iteration in ModelBuilder kann ein Prozess immer wieder ausgeführt werden, wobei in jeder Iteration andere Einstellungen oder Daten verwendet werden. ModelBuilder ermöglicht auch eine flexible Iteration, da ein gesamtes Modell oder nur ein einzelnes Werkzeug bzw. ein einzelner Prozess immer wieder ausgeführt werden kann.
Dieses Video wurde mit ArcGIS Pro 3.7 erstellt.
Hinweis:
Pro Modell kann nur ein Iterator verwendet werden. Die Optionen zum Hinzufügen eines anderen Iterators werden deaktiviert, wenn ein Iterator im Modell vorhanden ist.
Wenn einem Modell ein Iterator hinzugefügt wird, durchlaufen alle Werkzeuge im Modell jeden Wert im Iterator. Wenn Sie nicht jedes Werkzeug im Modell für jeden durchlaufenen Wert ausführen möchten, erstellen Sie ein untergeordnetes Modell, Modell im Modell oder verschachteltes Modell, das nur den Iterator enthält, und fügen Sie es als Modellwerkzeug zum Hauptmodell hinzu.
Verwenden Sie Inline-Variablenersetzung, um die Ausgabe eines Werkzeugs, das mit einem Iterator verbunden ist, eindeutig zu benennen.
Es stehen einige Iteratoren in ModelBuilder zur Verfügung, die Sie für die Iteration über unterschiedliche Werte, Datasets und Workspaces verwenden können.
Iteriert, bis eine Bedingung wahr wird oder bis eine Bedingung falsch wird.
Hinzufügen und Verwenden eines Iterators
Klicken Sie zum Hinzufügen eines Iterators zu Ihrem Modell auf ModelBuilder > Einfügen > Iterator, und nehmen Sie in der Liste der Iteratoren eine Auswahl vor.
Doppelklicken Sie auf das Iterator-Element zum Anzeigen und Ändern seiner Eigenschaften. Ein häufig verwendeter Iterator namens Feature-Classes iterieren wird nachfolgend dargestellt und erläutert.
Element
Beschreibung
Workspace
Eingabe-Workspace (wie eine Geodatabase) oder ein Feature-Dataset.
Platzhalter
Kombination von * und Zeichen, die die Ergebnisse einschränken. Beispielsweise bedeutet A*, dass nur mit A beginnende Feature-Classes einbezogen werden. Diese Angabe ist optional.
Feature-Typ
Ein Feature-Typ-Filter, der dabei hilft, die Ergebnisse zu begrenzen. Die gebräuchlichsten sind Point, Line und Polygon. Diese Angabe ist optional.
Rekursiv
Bestimmt, ob der Iterator die Unterordner im Workspace berücksichtigt. Diese Angabe ist optional.
Ausgabe-Feature-Class
Ausgabevariable, die den Pfad der Feature-Class enthält. Diese Variable kann als Eingabe zu allen Geoverarbeitungswerkzeugen verwendet werden, die Feature-Layer oder Feature-Klassen akzeptieren.
Name
Ausgabevariable, die den Namen der Feature-Class enthält. Hierbei handelt es sich um eine Zeichenfolge.
Für das Werkzeug Feature-Classes iterieren ist ein Wert für Eingabe-Workspace (die Variable mit dem Namen "Workspace" in der obigen Grafik) erforderlich, wo alle zu iterierenden Feature-Classes gespeichert werden. Es werden die drei zusätzlichen Einstellungen Platzhalter, Feature-Typ und Rekursiv verwendet, um zu beschränken, welche Feature-Classes im Workspace iteriert werden, und um die Iteration in Unterordnern im Workspace zu steuern.
Das Werkzeug Feature-Classes iterieren verfügt über zwei Ausgabevariablen: eine Feature-Class und den Namen der Feature-Class. Die Feature-Class-Variable kann mit dem nächsten Werkzeug zur weiteren Verarbeitung verbunden werden, und die Variable Name kann zur direkten Variablenersetzung verwendet werden.