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Systemanforderungen für ArcGIS Pro 3.7

Stellen Sie vor der Installation oder dem Upgrade von ArcGIS Pro auf einer virtuellen oder physischen Maschine sicher, dass Ihr System die Mindestanforderungen zur Ausführung erfüllt. Informieren Sie sich außerdem, welche Ressourcen empfohlen werden, um die beste Leistung zu ermöglichen.

Überprüfen des Computers auf Kompatibilität

Zusätzlich zur Überprüfung der Kompatibilität Ihres Computers mit den unten aufgeführten Anforderungen können Sie eine App herunterladen, die Ihren Computer auf Kompatibilität überprüft und einen Bericht erstellt: Überprüfen Sie, ob Ihr Computer ArcGIS Pro ausführen kann.

Unterstützte Betriebssysteme

Die Software wird unter den im Folgenden aufgeführten Microsoft Windows-Betriebssystemen unterstützt, vorausgesetzt, dass das Betriebssystem derzeit auch von seinem Provider für die allgemeine oder öffentliche Verwendung unterstützt wird.

Betriebssystem Neueste getestete Aktualisierung oder neuestes getestetes Service Pack
Windows 11 Home, Pro und Enterprise (64 Bit) Aktualisierung vom April 2026
Windows Server 2025 Standard und Datacenter (64 Bit) Aktualisierung vom April 2026
Windows Server 2022 Standard und Datacenter (64 Bit) Aktualisierung vom April 2026
Windows Server 2019 Standard und Datacenter (64 Bit) Aktualisierung vom April 2026
Hinweis:
  • Frühere und künftige Aktualisierungen oder Service Packs für diese Betriebssystemversionen werden unterstützt und gelten als funktionsfähig, sofern nichts anderes angegeben ist. Die Betriebssystemversion und -aktualisierungen müssen ebenfalls vom Betriebssystem-Provider unterstützt werden.

  • Die Option "Desktopdarstellung" ist für alle Versionen von Windows Server erforderlich.

  • Für die Verwendung von Präsentationen ist Microsoft Media Feature Pack für Windows 11 N erforderlich.

Softwareanforderungen

Die folgenden Software-Anwendungen müssen vor der Installation von ArcGIS Pro separat installiert werden:

Software

Mindestanforderung

Microsoft .NET Desktop Runtime

Microsoft .NET Desktop Runtime 10.0.0 oder eine höhere Patch-Version (10.0.1 und höher) mit Windows x64 Installer ist erforderlich. Microsoft .NET Desktop Runtime wird regelmäßig aktualisiert. Es wird empfohlen, neue Patches zu installieren, sobald sie verfügbar sind. Diese Softwareanforderung ist allerdings nicht erfüllt, wenn Sie .NET 11 oder eine spätere Version installieren.

WebView2 Runtime

Microsoft Edge WebView2 Runtime Version 132 oder höher ist erforderlich. Wenn es nicht bereits auf dem Computer installiert ist, verwenden Sie den Evergreen Bootstrapper oder den Evergreen Standalone Installer von Microsoft.

Hinweis:

Eine Pro-Computer-Installation (Standardeinstellung) von ArcGIS Pro erfordert eine Pro-Computer-Installation von WebView2 Runtime. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das WebView2-Installationsprogramm, und klicken Sie auf Als Administrator ausführen.

Hardwareanforderungen

Nachfolgend werden die Mindestanforderungen sowie die empfohlenen und optimalen Anforderungen für die Ausführung von ArcGIS Pro beschrieben. Die Mindestanforderungen unterstützen die Anwendung, erzielen jedoch möglicherweise keine gute Performance. Mit den empfohlenen Anforderungen erzielen Sie in den meisten Fällen eine gute Performance. Die beste Performance erzielen Sie mit den optimalen Anforderungen.

Element

Unterstützt und empfohlen

CPU

Mindestens erforderlich: 2 Kerne, simultanes Multithreading

SMT- oder HT-CPUs (Simultanes Multithreading bzw. Hyperthreading) umfassen für gewöhnlich zwei Threads pro Kern. Eine Multithread-Doppelkern-CPU verfügt über vier Threads für die Verarbeitung. Eine Multithread-Sechskern-CPU verfügt demgegenüber über 12 Threads für die Verarbeitung.

Für Full Motion Video gelten höhere Mindest- und empfohlene CPU-Spezifikationen. Weitere Informationen finden Sie unter Einführung in Full Motion Video.

Empfohlen: 4 Kerne

Optimal: 10 Kerne

Plattform

x64

Speicher

Minimum: 32 GB freier Speicherplatz

Empfohlen: mindestens 32 GB freier Speicherplatz auf einem Solid-State-Laufwerk (SSD)

Arbeitsspeicher/RAM

Minimum: 8 GB

Empfohlen: 32 GB

Optimal: 64 GB oder mehr

GPU

Minimum: eine unterstützte CPU (siehe oben)

Die Verwendung einer Konfiguration ohne GPU führt zur Emulation einer GPU, was Performance-Beeinträchtigungen bei bestimmten Visualisierungs-Workflows wie 3D-Ansichten zur Folge hat.

Empfohlen: eine separate (nicht integrierte) GPU mit Unterstützung durch den Hersteller

Dies bietet eine höhere Performance bei Workflows mit Visualisierungsschritten. Weitere Informationen finden Sie unten im Abschnitt "General-Purpose Computing on GPU".

Dedizierter (nicht gemeinsam genutzter) Grafikspeicher

Empfohlen: 8 GB oder mehr

Wenn Sie einen Notebookcomputer mit integrierter GPU verwenden, sollten Sie eine Erhöhung des System-RAM in Erwägung ziehen, um die Nutzung von freigegebenem Speicher auszugleichen.

Visualisierungs-Cache

Der temporäre Visualisierungs-Cache kann bis zu 32 GB des vom Benutzer ausgewählten Speicherplatzes in Anspruch nehmen, sofern dieser verfügbar ist. In der Standardeinstellung wird der Visualisierungs-Cache in den Unterordner \Local des Benutzers geschrieben, sodass kein Roaming über das Benutzerprofil durchgeführt wird, wenn Roamingprofile von Ihrem Systemadministrator aktiviert wurden.

DirectX*

Minimum: DirectX 11, Feature Level 11.0, Shader Model 5.0

Empfohlen: DirectX 12, Feature Level 12.0, Shader Model 6.0

OpenGL*

Minimum: OpenGL 4.3 und die Erweiterungen "ARB_clip_control" und "EXT_texture_compression_s3tc"

Empfohlen: OpenGL 4.5 und die Erweiterungen "ARB_shader_draw_parameters", "EXT_swap_control", "EXT_texture_compression_s3tc" und "EXT_texture_filter_anisotropic"

Vulkan*

Minimum: Version 1.3 und die Erweiterungen "VK_EXT_depth_clip_enable", "VK_KHR_surface", "VK_KHR_swapchain" und "VK_KHR_win32_surface" und die Funktionen "depthBiasClamp", "depthClamp", "dynamicRendering", "fillModeNonSolid", "geometryShader", "multiViewport", "samplerAnisotropy", "shaderClipDistance", "synchronization2", "tessellationShader" und "timelineSemaphore".

Empfohlen: Zusätzlich zu den oben genannten Anforderungen müssen die Erweiterungen "VK_EXT_swapchain_colorspace" und "VK_EXT_transform_feedback" unterstützt werden.

Bildschirmauflösung

Minimum: 1024x768

Empfohlen: 1080p oder höher

Höhere Auflösungen wie 4K erfordern mehr Videospeicher und eine leistungsstärkere GPU.

*Mindestens eine der unterstützten APIs ist erforderlich. Wenn die DirectX12-Anforderungen nicht erfüllt sind, wird automatisch Vulkan, DirectX11 oder OpenGL verwendet. Sie können bei Bedarf auch manuell zu einer anderen Darstellungs-Engine wechseln, z. B. wenn Sie ein Problem mit dem DirectX-Treiber vermuten. Wenn keine unterstützte GPU vorhanden ist, nutzt ArcGIS Pro eine Software-Emulation, wodurch die Performance erheblich beeinträchtigt wird.

Hinweis:

General-Purpose Computing on GPU

Die Unterstützung von General-Purpose Computing on GPU (GPGPU) unter Verwendung von CUDA ist nicht erforderlich, um die Software auszuführen, für die meisten Deep-Learning-Funktionen hingegen schon. Durch GPGPU erfolgt die Ausführung einiger Spatial Analyst Tools schneller.

Element

Unterstützt und empfohlen

GPU-Typ

NVIDIA-GPU mit CUDA-Compute Capability, Mindestversion 5.0; empfohlene Version 7.5 oder höher. Informationen zur Compute Capability von GPUs finden Sie in der Liste der CUDA-fähigen Karten sowie unter System Requirements Checker im Abschnitt "CUDA Compute".

GPU-Treiber

NVIDIA-GPU-Treiber: Es ist mindestens Version 551.61 erforderlich.

Dedizierter Grafikspeicher

Minimum: 6 GB

Empfohlen: mindestens 16 GB

Die Speicheranforderungen hängen von der Modellarchitektur und der verwendeten Batch-Größe ab.

Hinweis:
  • Ein GPU-Treiber, der nicht auf dem aktuellen Stand ist, führt dazu, dass Deep-Learning-Werkzeuge mit einem Laufzeitfehler fehlschlagen. Gemeldet wird, dass CUDA nicht installiert ist oder dass eine nicht unterstützte Werkzeugverkettung vorhanden ist. Vergewissern Sie sich, dass die direkt von NVIDIA bereitgestellten GPU-Treiber aktuell sind.

  • Wenn Sie über zwei GPUs verfügen, können Sie eine für die Visualisierung und die andere für GPGPU-/CUDA-Tasks verwenden.

Lizenzieren von

Für ArcGIS Pro 3.7 stehen zwei Lizenztypen zur Verfügung. Je nachdem, welchen Typ Sie verwenden, benötigen Sie zusätzliche Software oder Zugriff auf ArcGIS Online.

Hinweis:

Der Lizenztyp "Concurrent Use" wird seit dem 1. Juli 2025 nicht mehr unterstützt. Weitere Informationen finden Sie im Hinweis zur Abkündigung für den Lizenztyp "Concurrent Use" und ArcGIS License Manager.

Python

Weitere Informationen zur Python-Umgebung für ArcGIS Pro 3.7 finden Sie unter ArcGIS Pro Python-Umgebung.

SDK-Anforderungen

Die Mindestanforderungen, die erfüllt werden müssen, um Add-ins mit ArcGIS Pro SDK zu erstellen, werden im SDK GitHub-Repository beschrieben.

Virtualisierung

ArcGIS Pro kann in vielen lokalen und cloudbasierten virtuellen Desktop-Umgebungen ausgeführt werden und erfordert eine GPU-Beschleunigung. In einer ordnungsgemäß konfigurierten, GPU-gestützten Umgebung verhält sich ArcGIS Pro ähnlich wie eine lokale Workstation und ermöglicht eine reibungslose Navigation durch Karten, Visualisierung und Analyse. Auch bei der Arbeit mit Karten, Szenen oder großen Datasets ist eine GPU-Unterstützung erforderlich.

Dank der Virtualisierung kann von einer gemeinsam freigegebenen Infrastruktur oder von Remote-Systemen aus auf ArcGIS Pro zugegriffen werden. Die Performance hängt jedoch davon ab, wie die Umgebung für Ihre Arbeitslast konfiguriert und dimensioniert ist.

Weitere Einrichtungshinweise finden Sie im Bereich "Virtualisierung" der ArcGIS Pro-Hilfedokumentation.

Lokale Virtual Desktop Infrastructure (VDI)

Plattform/Produkt

Unterstützte Umgebung/GPU-Option

Hinweise zur Performance

VMware vSphere + NVIDIA vGPU

vSphere/ESXi 8.x mit unterstützten NVIDIA-GPUs

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Performance und Skalierbarkeit für freigegebene GIS-Desktops.

Citrix Virtual Apps und Desktops

GPU-gestützte virtuelle Desktops

Geeignet für die vollständige Desktop-Bereitstellung von ArcGIS Pro.

Das Veröffentlichen von ArcGIS Pro als App wird nicht unterstützt.

Microsoft Hyper-V Server

GPU-Pass-Through oder -Partitionierung

Bietet eine hohe Performance, wenn eine dedizierte GPU zugewiesen wird.

Weitere Hinweise zu VDI:

  • Die GPU-Beschleunigung verbessert die Navigation, das Rendering und die 3D-Performance für Karten erheblich.

  • Vermeiden Sie Umgebungen, die keine GPU-Unterstützung bieten.

  • Anwendungsvirtualisierung oder Layering-Technologien können funktionieren, doch Performance und Zuverlässigkeit können eingeschränkt sein.

  • Passen Sie die Systemkonfiguration an die Arbeitslast an: Aufwändige 3D- und Analyse-Workflows erfordern mehr Ressourcen.

Cloud-Infrastruktur

Dank Cloud-Plattformen kann ArcGIS Pro auf GPU-gestützten virtuellen Maschinen oder verwalteten Desktops ausgeführt werden. Die Wahl des richtigen Instanztyps gewährleistet eine reibungslose Navigation und eine optimale Performance bei der Analyse.

Die meisten GPU-gestützten Cloud-Plattformen unterstützen eine skalierbare Anpassung der Instanzgröße, sodass Sie mit einer kleineren Konfiguration beginnen und die CPU-, Speicher- oder GPU-Ressourcen bei steigender Arbeitslast erhöhen können.

Die Skalierung wirkt sich in erster Linie darauf aus, wie flüssig große Datasets gerendert werden, wie schnell Szenen geladen werden und wie reaktionsschnell sich Analyse-Workflows verhalten.

Cloud-Plattform/-Produkt

Instanztyp/GPU-Option

Hinweise zur Performance

AWS EC2

G4dn-Instanzfamilie

Skalierbare GPU-Desktop-PCs, die sich für alltägliche Aufgaben der Kartenerstellung und moderate GIS-Workflows eignen.

AWS EC2

G5-Instanzfamilie

Skalierbare GPU-Desktop-Systeme mit höherer Performance für anspruchsvolle Visualisierung und Analyse.

AWS EC2

G6/G6f-Instanzfamilien

Skalierbare GPU-Optionen der nächsten Generation, die für komplexe 3D-Szenen und große Datasets entwickelt wurden.

AWS-Workspaces

Verwaltete GPU-Desktops

Verwaltete Desktops, deren Kapazität an unterschiedliche GIS-Arbeitslasten angepasst werden kann.

Google Cloud Platform Compute Engine

GPU-gestützte VM-Instanzen (NVIDIA T4, L4)

Skalierbare GPU-Desktops, die sich für die Visualisierung und Analyse mit ArcGIS Pro eignen. Für anspruchsvollere GID-Workflows kann die Instanzgröße erhöht werden.

Virtuelle Microsoft Azure-Maschinen

NVads_A10 v5-Serie

Skalierbare, GPU-gestützte Desktops, die 2D- und 3D-GIS-Workflows unterstützen.

Virtuelle Microsoft Azure-Maschinen

NCasT4_v3-Serie

GPU-gestützte, skalierbare Computer, die sich für Compute- und Visualisierungsaufgaben eignen.

Microsoft Azure-Cloud-PCs (Windows 365)

Verwaltete Cloud-Desktops mit GPU-gestützten Optionen

Cloud-Desktops, die an die Anforderungen von Arbeitslasten im GIS-Bereich angepasst werden können.

Weitere Hinweise zur Cloud:

  • Die meisten Cloud-GPU-Umgebungen ermöglichen eine Skalierung bei steigender Arbeitslast.

  • Beispiel für AWS EC2: Beginnen Sie mit einer kleineren G4dn-Instanz, und skalieren Sie bei höherer Arbeitslast auf G5.

  • Beispiel für eine Azure-VM: Beginnen Sie mit kleineren NVads_A10-Instanzen und skalieren Sie diese nach Bedarf.

  • Größere Datasets und 3D-Szenen profitieren von einer höheren GPU-Performance.

  • Eine Erhöhung der Instanzgröße verbessert in der Regel die Reaktionsgeschwindigkeit.

  • GPU-gestützte Umgebungen ermöglichen flüssigere Visualisierungs- und Analyse-Workflows.

Streaming und Virtualisierung von Anwendungen in der Cloud

Bei einigen Plattformen kann ArcGIS Pro anstelle einer herkömmlichen Installation auf einer Workstation über gestreamte Sitzungen oder virtuelle Desktops bereitgestellt werden. Zwar ist das Streaming von Anwendungen möglich, doch bietet eine Darstellung auf einem vollständig installierten Desktop die beste ArcGIS Pro-Experience.

Vollständig installierte Desktop-Umgebungen bieten einen besseren Zugriff auf die GPU, eine höhere Verfügbarkeit von Systemressourcen und eine höhere Sitzungsstabilität. Dies führt zu einer flüssigeren Navigation und einer besser vorhersehbaren Performance.

Plattform/Produkt

Bereitstellungsmodell

Hinweise zur Performance

Microsoft Azure Virtual Desktop (AVD)

GPU-gestützte vollständige virtuelle Desktops

Empfohlener Ansatz zur Bereitstellung von ArcGIS Pro in der Cloud.

Amazon AppStream 2.0

Anwendungs- oder Desktop-Streaming

Funktioniert für viele Workflows, doch die vollständige Desktop-Bereitstellung bietet in der Regel eine bessere Reaktionsgeschwindigkeit.

Neuerungen

Weitere Informationen zu neuer Funktionalität und Verbesserungen gegenüber der vorherigen Version finden Sie unter Neuerungen in ArcGIS Pro 3.7.